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Konglomerat
LIFFT - Literatur im FFT

SA

18.2.

ab 18.00


 

PERFORMANCE / THEATER
FFT KAMMERSPIELE    JAHNSTRASSE 3
TICKETS

Das Kollektiv Konglomerat lässt Theater und Text auf neuartige Weise aufeinandertreffen. In einer langen Nacht der Literatur und Performance im FFT werden Prosatexte zu spannenden Live-Erlebnissen. Die Zuschauer*innen erwartet ein Abend mit sieben ganz unterschiedlichen Performances.

Regieteams aus Düsseldorf, Köln, Salzburg und Berlin experimentieren mit Texten von Umberto Eco, Sten Nadolny, Maxim Biller und Haruki Murakami, den Düsseldorfer*innen Stephan Kaluza, Verena Meis und Georg Schiller. Auf überraschende Art und Weise bringt LIFFT das Verhältnis von Literatur und Theater neu ins Spiel.

Konglomerat ist ein Kollektiv aus Vertreter*innen der Bildenden Kunst und des Theaters, der Literatur und Wissenschaft aus Düsseldorf und darüber hinaus.

Das Ganze - die Teile

Morgan Nardi
Ziggy Stardust
von Maxim Biller
Ein Paar bemüht sich manisch, Fehler zu vermeiden und Risiken anzunehmen. Warum sie sich lieben — oder nicht mehr lieben — wissen die beiden nicht. Inspiriert von Maxim Biller und David Bowie entwickelt Morgan Nardi ein energetisches Aufeinandertreffen von Mann und Frau. Eine Nicht-Liebesgeschichte als Nicht-Theater. Nicht wiederholbar.
Regie: Morgan Nardi; Mit: Saskia Rudat, Ivo Schneider

Sarah Schmid, Elisabeth Sterzer
Stimme frisst
von Stephan Kaluza
Eine junge Frau wittert die große Chance und weiß doch, dass sie kurz vor dem Abgrund steht. Sie wendet sich direkt an ihre Zuhörer*innen und setzt zu einem großen Monolog an. Vielleicht ist sie eine Schauspielerin, vielleicht befinden wir uns im Theater. Als die Stimme der Frau versagt, geraten Traum und Realität, innere und äußere Wirklichkeit ins Wanken.
Regie und Ausstattung: Sarah Schmid; Mit Elisabeth Sterzer; Sound: Karsten Kuhlmann

Cornelia Maschner
Kafara
von Georg Schiller
In einer nicht näher definierten Zukunft berichtet ein junger Glaubenskrieger seinem Vater von einer ruhmreichen Tat. In einer Welt, in der Gut und Böse glasklar voneinander getrennt sind, wähnt er sich auf der richtigen Seite. Doch beim Schreiben kommen ihm Zweifel. Eine dystopische Studie über Dogmatisierung und Heldentum.
Regie: Cornelia Maschner; Mit Adrienne Leyko u.a.; Raum: Amelie Klimmeck

Kathrin Herm
No Fear of That
Fragmente aus Sten Nadolnys "Entdeckung der Langsamkeit"
Kann man die Welt erkennen ohne sie zu erobern? »No fear of that« ist eine Lebenseinstellung, die Selbstermächtigung ermöglicht, aber auch Gewalt hervorbringt. In Anlehnung an die Hauptfigur in Sten Nadolnys Roman, den Forschungsreisenden John Franklin, entwickelt das Team um die Regisseurin Kathrin Herm eine musikalisch-performative Komposition um das lebendige und zerstörerisches Erbe des 19. Jahrhunderts — die Beschleunigung, die Eroberung, die Wissens-Explosion.

Künstlerische Leitung: Kathrin Herm; Performance: Martin Esser; Künstlerische Mitarbeit: Klaus Buhlert
Mit freundlicher Unterstützung durch: Theaterhaus Berlin Mitte
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Carmen Schwarz
Insel des vorigen Tages
nach Motiven von Umberto Eco
Eine Linie erklärt die Welt, ein simpler Strich, der gestern von heute und morgen trennt. Ecos Held Roberto de la Grieve balanciert über die Datumsgrenze auf der Suche nach letzten Wahrheiten und schüttet vor den Zuschauern den Inhalt seines Rucksacks aus. Artefakte, Gesammeltes, Sortiertes. Je genauer wir hinsehen, desto verschwommener erscheinen die Umrisse von dem, was wir wissen können. Vielleicht bleibt nur das Lachen über die Absurdität unseres Daseins.

Von und mit: Carmen Schwarz, Vincent Sauer, Anna Brandstätter

Verena Meis
Siphonophorae
Während er inmitten unzähliger Hochhäuser durch die Stras- sen treibt, studiert sie die tanzenden Glieder des Polypen unter dem Mikroskop. Noch tat sich nichts als Schwarz auf. »Siphonophorae«, der lateinische Name für Staatsqualle, ist Leitfigur der Installation, die, inspiriert durch Karen Barad, Vilém Flusser und Man Ray, die Grenzen von Mensch und Weichtier, Stadt und Ozean, Objekt und Objektiv durchlässig macht.
Realisation: Verena Meis; Video: Matthias Wittmann; Sound: Christina Irrgang und Lucas Croon (BAR)

Jan Grashof, Karsten Kuhlmann
Scheunen Abbrennen
nach einem Text von Haruki Murakami
Immer einen Plan entwerfen, immer eine Absicht verfolgen, immer wissen, was als nächstes zu tun ist. Der von Rationalität und Effizienz geprägte Alltag entpuppt sich in den Erzählungen Murakamis als durchdrungen von surrealen und beinahe magischen Momenten. Mittels Anleihen beim japanischen Kabuki-Theater erschaffen Jan Grashoff, Karsten Kuhlmann und der Musiker Jan Hendrik Bleichert eine performative Soundcollage, in der sich Stimmen und Charaktere überlagern zu einer befreienden Sinfonie der Ziellosigkeit.

Regie: Jan Grashof, Karsten Kuhlmann; Darsteller: Karsten Kuhlmann; Musik: Jan Hendrik Bleichert

Konglomerat sind Dorothee Huth, Verena Meis, Jürgen Mühle, Georg Schiller, Stephan Kaluza, Jan Grashof

Produktion: Konglomerat e.V.; Koproduktion: FFT Düsseldorf; Gefördert von Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Stiftung van Meeteren, Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf, Kunststiftung NRW.