Cheap präsentiert:

Communist Bigamist. Two Love Stories

3.2. | FFT Juta | 20 Uhr A
4.2. | FFT Juta | 20 Uhr A

COMMUNIST BIGAMIST. TWO LOVE STORIES – VON SUSANNE SACHSSE
in Englisch und Deutsch

Die österreichische Kommunistin Ruth Fischer trifft die afro-amerikanische Bürgerrechtlerin und Wissenschaftlerin Angela Davis. Die zwei verführerischen Frauen teilen nicht nur ihren Stil und ihre radikalen politischen Perspektiven, sondern auch ihren Ehemann namens Kommunismus. Was tun? Sie stehen vor der Entscheidung, ob sie Kommunismus verlassen sollen. „Communist Bigamist. Two Love Stories“ – eine glamouröse Dokufiktion mit der Performerin Vaginal Davis und der Schauspielerin und Regisseurin Susanne Sachsse. In Zeiten des Rückblicks auf das politische und theoretische Projekt Kommunismus, in Zeiten der weltweiten „Occupy Capitalism“-Bewegung, okkupieren sie Kommunismus. In seiner ersten Zusammenarbeit seit „Cheap Blacky“ (2007, Regie: Bruce LaBruce) bringt das Berliner CHEAP art collective seine verführerische Mischung aus Spekulation, Autobiografie und Trivialität auf die Bühne.

Mit: Vaginal Davis, Susanne Sachsse, Marc Siegel, Daniel Hendrickson; Assistenz: Nazli Kilerci; Lichtdesign: Jackie Shemesh; Musik: John Blue; Bühnenbild: Nebojsa Tabacki; Kostüme: House of the very island’s, Jakob Lena Knebl, Andreas Riegler; Maske: Tan Binh Nguyen; Dramaturgie: Nazli Kilerci, Marc Siegel; Produktionsleitung: Anna Mülter; Bühnenmaler: Ivana Kickovic; Set Constructor: Senol Sentürk, Stephan Schütz; Text und Regie: Susanne Sachsse.

Eine CHEAP Produktion in Koproduktion mit dem HAU und in Kooperation mit dem FFT Düsseldorf. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Fischer (1895-1961), Gründerin der Österreichischen KP und Leiterin der Berliner KPD, bekannt für ihre stilisierten Auftritte bei politischen Veranstaltungen mit tief ausgeschnittenem Dekolleté und Trompete, pflegte einen Verbalradikalismus, der ihr Beifall und Stimmen einbrachte. Ihr Pamphlet „Sexualethik des Kommunismus“ aus dem Jahr 1920 stimuliert und irritiert uns noch heute. Eine von Fischers vielen Feindinnen in Sachen Kommunismus, Clara Zetkin, behauptete, dass Fischer „ihre politische Haltung von den wechselnden sexuellen Beziehungen abhängig machte.“

Angela Davis (*1944), stilprägend mit ihrem Afro-Look, schwarzer Lederjacke und ihrem von den „Black Panthers“ inspirierten Black-Power-Stil, findet mit ihren engagierten Reden immer noch eine begeisterte Anhängerschaft. Ihre Race- und Gender-Kritik an den von weißen Hetero-Männern dominierten, politischen Bewegungen ist nach wie vor wegweisend. „No march, movement, or agenda that defines manhood in the narrowest terms and seeks to make women lesser partners in this quest for equality can be considered a positive step.“ (Angela Davis).

Susanne Sachsse arbeitet international als Regisseurin, Schauspielerin, Performerin und Installationskünstlerin. Sie hat ihr Diplom an der Hochschule für Schauspiel "Ernst Busch" in Rostock absolviert. Sie sammelte Theatererfahrungen als freiberufliche und festengagierte Schauspielerin an verschiedenen Theatern (Volksbühne, Schaubühne, Berliner Ensemble, HAU), wo sie unter anderem mit Heiner Müller, Robert Wilson, Christoph Schlingensief und Einar Schleef arbeitete. Sie ist auch für Film, Fernsehen und Hörspiel tätig.

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

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