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21.06.2018
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22.06.2018

Wenn die Häuser Trauer tragen: Abschiedspfade

Im Rahmen vom Impulse Theater Festival
FFT Juta
Start alle 15 Minuten
Eintritt frei! Für die FÜHRUNGEN und die ABSCHIEDSPFADE melden Sie sich bitte an unter tickets@fft-duesseldorf.de oder 0211 - 87678718

Willkommen im Wilhelm-Marx-Haus! Gleich beim Eingang erwarten die Gastgeber*innen Christine Rollar und Hendrik Scheel die Besucher*innen in ihrem temporären Abschiedsbüro. Nach dem Check-in erkunden die Gäste allein oder zu zweit Flure, Treppen, Säle, Turmzimmer oder geheime Kellerräume – hinter jeder Tür wartet ein neuer sozialer Kosmos. An fünf Stationen sind die Arbeiten der beteiligten Künstler*innen zu erleben:

 

katze und krieg rufen die Abschiedsbriefe der Auslandsgesellschaften der BRÜCKE hinaus in die Welt. Über Jahrzehnte gab das Wilhelm-Marx-Haus der interkulturellen Begegnung ein Zuhause, nun ist die Zukunft ungewiss. Welche Traditionen gibt es, um mit einem solchen Verlust umzugehen?

 

Die K.U.R.S.K ändert den Kurs. Gemeinsam mit dem Eine Welt Forum trägt sie überkommene Ideale und Politiken, alles, was uns aufhält beim Aufbruch in eine neue Zeit, in einer Seebestattung zu Grabe. Das Schöne im Makabren bekommt hier seinen Raum: Die Kapelle auf der Titanic, die letzte Zigarette in der knappen Atemluft des sinkenden U-Boots, Solidarität im Angesicht einer wettbewerbsorientierten Welt.

 

plan b tauchen mit der International English Library in die Welt der Bücher ein. Ausgehend von den liebsten Lektüren der Bibliothekar*innen erschaffen sie einen Katalog von Szenen, aus denen die Zuschauer*innen jene Geschichten, Momente und Objekte wählen können, die sie hören, erleben und ertasten wollen. In einer rationalisierten Welt erscheint die zwischen Buchdeckel gebannte Fantasie als radikale Kraft, die auch die politische Vorstellungskraft beflügeln kann.

 

Quast & Knoblich schicken die Nagelkünstler*innen Hen & Mai ins Rennen um die Stelle der Diversity-Beauftragten beim Gleichstellungsbüro. Ihre Kampagnen könnten verschiedener nicht sein: Während Hen mit seiner Kuschelkampagne nostalgisch auf den Abschied aus dem Wilhelm-Marx-Haus blickt, kann Mai den Umzug kaum abwarten, um Diversity an einem neuen Ort radikal neu zu interpretieren. Mit welchem Programm lässt sich in der Stadt punkten? Welche*r Kandidat*in überzeugt Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Willfahrt?

 

Barbara Ungepflegt ist Lady Di! Im Wilhelm-Marx-Haus eröffnet sie eine Bar für alle Traurigen aus dem gemeinen Volk. Bei einem Schnaps oder einem Tee mit der Empathie-Ikone geht es ums Ganze und ans Eingemachte.

 

Worum trauern Sie? Von welchen Orten und Werten haben Sie sich in Ihrem Leben bislang verabschieden müssen? Die ABSCHIEDSPFADE sind auch eine Reise in die eigene Biografie, zu den eigenen Überzeugungen und zu den letzten Wünschen für die Welt.

 

Das vollständige Programm von Wenn die Häuser Trauer tragen finden Sie hier.

 

Mit: katze und krieg, K.U.R.S.K, plan b, Quast & Knoblich, Christine Rollar und Hendrik Scheel, Barbara Ungepflegt, Eine Welt Forum Düsseldorf, FFT Juta, Gleichstellungsbüro der Stadt Düsseldorf, International English Library, Internationales Bildungszentrum DIE BRÜCKE, Tonhalle Düsseldorf. Idee/Konzept/dramaturgische Begleitung: Haiko Pfost, Christine Rollar, Wilma Renfordt, Christoph Rech. Ausstattung: Hendrik Scheel. Produktionsleitung: Randi Günnemann. Technik: Nino Petrich. Social Media/Dokumentation: Sina Langner.

 

Das Impulse Theater Festival 2018 wird veranstaltet vom NRW KULTURsekretariat in Kooperation mit dem Ringlokschuppen Ruhr, der studiobühneköln und dem FFT Düsseldorf und den Städten Mülheim an der Ruhr, Köln und Düsseldorf. Das Festival wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kunststiftung NRW. Das Stadtprojekt „Wenn die Häuser Trauer tragen“ ist eine Koproduktion von FFT Düsseldorf und Impulse Theater Festival 2018 mit Unterstützung der Kunststiftung NRW und des Fonds Darstellende Künste sowie Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. Dank an das Bestattungshaus Frankenheim.