Willkommen im Theater ohne Haus!

Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung: Die Stadt Düsseldorf baut für das FFT eine neue Spielstätte und bietet uns als Produktionshaus für freie darstellende Künste rund 20 Jahre nach unserer Gründung die Möglichkeit eines Neuanfangs an einem anderen Ort.

 

Am Konrad-Adenauer-Platz, ganz in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs, entsteht in der ehemaligen Hauptpost das kulturelle Zentrum KAP1, in dem die Zentralbibliothek, das Theatermuseum und das FFT ein neues Zuhause finden werden. Die Eröffnung ist für Herbst 2021 geplant.

 

Die zentrale Lage in einer lebendigen urbanen Nachbarschaft, die klare Verortung an einer Adresse, statt wie bisher an verschiedenen Standorten, die Aussicht auf einen größeren, flexibel zu nutzenden Theatersaal und ein großzügiges Foyer – dies sind nur einige der Vorzüge, die der Theaterumzug mit sich bringen wird. Bereits zum Jahresende 2020 wurde der Spielbetrieb in unseren bisherigen Spielstätten, FFT Kammerspiele und FFT Juta eingestellt, seitdem laufen die Vorbereitungen auf den Umzug.

 

Schon lange begreifen wir die Stadt als unsere Bühne. Erfahrungen mit Inszenierungen im öffentlichen Raum und an Orten, die nicht als Theater ausgewiesen sind, begleiten von Anfang an unsere Praxis. So liegt es nahe, in der Zeit bis zur Neueröffnung im KAP1 unsere Aktivitäten in den Stadtraum zu verlegen, mit unterschiedlichen Partnern zu kooperieren oder das Internet als Bühne zu nutzen. – Diese Erweiterungen der Aufführungsmöglichkeiten haben nicht zuletzt auch durch die aktuelle pandemische Situation, in der Versammlungen insbesondere in Innenräumen stark eingeschränkt sind, an Bedeutung gewonnen.

 

„Ohne Haus“ zu sein, steht also nicht für Verlust und Verzicht, sondern für die Imagination neuer Möglichkeiten. Als „Theater ohne Haus“ möchten wir die bevorstehende Transformation erfahrbar machen. Die Phase des Übergangs von Januar bis Juli 2021 widmen wir dem Verhältnis von Stadt und Theater: Gemeinsam mit Künstler*innen und Zuschauer*innen wollen wir Vorstellungen eines zukünftigen Theaters entwerfen. Ausgehend vom neuen Standort im Düsseldorfer Bahnhofsviertel ziehen wir unsere Kreise bis an die Peripherie der Stadt und darüber hinaus. Recherchen, Erkundungen und Exkursionen ebenso wie mobile Inszenierungen und Kooperationen sind bereits in Vorbereitung.

 

Wir haben langjährige Kenner*innen des FFT gebeten, sich mit uns Gedanken über die verschiedenen Aspekte eines nomadisierenden, sich transformierenden Theaters zu machen und laden dazu ein, mit uns über die Zukunft nicht nur unseres Theaters ins Gespräch zu kommen.

 

Wir wünschen eine anregende Lektüre und freuen uns auf Sie und Euch!

 

Kathrin Tiedemann

und das Team des FFT*
 
 


Publikation THEATER OHNE HAUS

 

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Inhalt

 

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EIN THEATER ZIEHT NICHT EINFACH UM

Ulrike Haß


DER NAME DES THEATERS

miu


URBANES LERNEN

Jane Eschment


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WILLST DU MIT MIR GEHEN? – Erfahrungen aus einem Projekt von

Antje Pfundtner in Gesellschaft


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ZUR UNTERMIETE – Ortsspezifisches Theater im Internet

Katja Grawinkel-Claassen


WAS PASSIERT, WENN EIN THEATER SEINE BÜHNE VERLIERT?

Arnd Wesemann


PARADIES ALS LABOR – Unterwegs in der Stadt mit dem Ü-Wagen

Anja Vormann


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PROGRAMMVORSCHAU 

 


PLACE INTERNATIONALE 

 


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#TAKECARERESIDENZEN AM FFT

 


 

 

 

 

Theater ohne Haus wird gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das FFT Düsseldorf ist neben HAU Hebbel am Ufer (Berlin), HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste (Dresden), Kampnagel (Hamburg), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main), PACT Zollverein (Essen) und tanzhaus nrw (Düsseldorf) Mitglied im Bündnis internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das FFT wird gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.