Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus

 

 

Akademie#2

Zum zweiten Mal bietet das Bündnis internationaler Produktionshäuser in 2021 ein Programm für Journalist*innen an, das sich als Weiterbildung im umfangreichen Feld der Berichterstattung über dezidiert experimentelle Praktiken in Theater und Tanz sowie zeitgenössische Performance Art versteht. Sie wird im Februar 2021 fortgesetzt. Der Bewerbungsschluss ist am 16. Oktober 2020. Alle weiteren Informationen finden Sie im OPEN CALL zum Downloaden.

 

Termine

MODUL 1: 04. – 07.02.2021, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main 

MODUL 2: 22. – 25.05.2021, HAU Hebbel am Ufer, Berlin

MODUL 3: 24. – 27.06.2021, FFT & tanzhaus nrw, Düsseldorf

 

Zielgruppe

Die Akademie richtet sich sowohl an Berufsanfänger*innen als auch als erfahrene Journalist*innen, die ihre Tätigkeit auf das Gebiet experimenteller szenischer Arbeiten erweitern möchten, eine Vertiefung der nötigen hard und soft skills wünschen, einen Austausch mit Kolleg*innen suchen und Lust haben, ihre Wahrnehmungs- und Schreibkompetenzen gemeinsam zu erweitern.

 

Die Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus umfasst:

• 3 Module à 4 Tage in Frankfurt, Berlin und Düsseldorf
• Mittag- und Abendessen
• gemeinsame Veranstaltungsbesuche als Ausgangspunkt für das Verfassen
eigener Texte
• Vorträge, Diskussionen und Workshops mit Journalist*innen, Künstler*innen und
Expert*innen für experimentelle Darstellungsformen
• auf Wunsch individuelles Coaching durch Esther Boldt (Theaterjournalistin) und
Philipp Schulte (Theaterwissenschaftler und Dramaturg)

 

Teilnahmevoraussetzung
• erste oder fortgeschrittene Erfahrungen im journalistischen Schreiben
• Deutschland ist Wohn- und Arbeitsort
• Teilnahme an allen 3 Modulen

Die Teilnahme ist gebührenfrei, Übernachtungskosten und Catering werden durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser getragen. Die Reisekosten und Kosten für ÖPNV tragen die Teilnehmer*innen.

 

Bewerbung

Wir bitten um die Einreichung eines Lebenslaufes, einer Schreibprobe (journalistischer Text, 1-2 Seiten) und eines Motivationsschreibens (max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen). Bewerbungen sind ausschließlich per E-Mail einzureichen: theaterjournalismus@produktionshaeuser.de

 

Die Auswahl erfolgt durch eine Jury.

 

Bewerbungsschluss: 16. Oktober 2020
Auswahl der Teilnehmenden: bis 30. November 2020


Über die Akademie

Die journalistische Berichterstattung über die heterogene Landschaft der Freien Produktionen, ihre Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen, Protagonisten und Ästhetiken ist ebenso voraussetzungsreich wie anspruchsvoll. Das Bündnis internationaler Produktionshäuser bietet einen Rahmen, um über die Rolle von Journalismus und Kritik im ‚Freien Theater‘ zu sprechen. Durch gemeinsame Reisen zu den verschiedenen Häusern können die Journalist*innen einen tieferen Einblick in die Arbeitsstrukturen der Freien Szene, ihre unterschiedlichen Profile und Programme gewinnen. Im direkten Gespräch mit Künstler*innen erfahren sie mehr über Arbeitsweisen, Fragestellungen und Strukturen und diskutieren in der Gruppe, wie sich künstlerische Arbeiten in Sprache und Text übertragen lassen. Zugleich soll zur Diskussion gestellt werden, welche Rolle Theaterkritik und Journalismus heute im öffentlichen Diskurs spielen, und welche Entwicklungen dort künftig denkbar und wünschenswert sind. Vor allem aber soll die Akademie auch als Ort der Reflexion und Einübung journalistischer Praxis dienen – unterschiedliche Formen des Schreibens über konkrete, in ihrer Zusammenstellung möglichst heterogene Projekte der zeitgenössischen darstellenden Künste bilden die Grundlage für den gemeinsamen Austausch, Reflexion und gegenseitige Kritik an der Kritik.

 

Konzept: Esther Boldt (Autorin & Theaterkritikerin) und Dr. Philipp Schulte (Dramaturg und Autor; Geschäftsführer der Hessischen Theaterakademie, Dozent an der Norwegischen Theaterakademie).

 

Nicht nur der Journalismus, auch die Rezension und ihre Formen befindet sich im Umbruch. Nachwuchsmangel ist eine Folge, veränderte Rahmenbedingungen verändern aber den ganzen Bereich. 

Hier im Gespräch mit WDR 3 berichtet Esther Boldt über die Hintergründe der Akademie.