Was wir euch in der nächsten Spielzeit ans Herz legen möchten!

Wir haben für euch die Hightlights der kommenden Spielzeit zusammengestellt. Wieder bei uns sind die Bühnencomic-Helden half past selber schuld, die Cooperativa Maura Morales, die gefeierte Choreografin Helena Waldmann, der israelische Künstler Ariel Efraim Ashbel, das querfeministische Kollektiv Henrike Iglesias und die belgische Theatergruppe AGORA Theater.

 

Save the date! Tickets are coming soon! 


Claudia Bosse/theatercombinat

THYESTES BRÜDER! KAPITAL 

anatomie einer Rache

Performance, Mi 11. – Sa 14.9.

 

Zwei Brüder ringen um Macht, verstricken sich immer weiter in einen Zyklus aus Gewalt und Rache. Claudia Bosse inszeniert Senecas «Thyestes» in der Übersetzung von Durs Grünbein als begehbare Raumchoreografie für die Botschaft am Worringer Platz. Die Gewalt des antiken Mythos findet sich wieder in der Zirkulation von Menschen, Kapital, Waren, Macht und Geschichte.


Cooperativa Maura Morales

Francesca

Tanz, Mi 20. – Sa 23.11.

 

Die junge Fotografin Francesca Woodman sprang mit nur 23 Jahren aus einem Fenster in denTod. Die Cooperativa Maura Morales, bestehend aus der Choreografin und Tänzerin Maura Morales und dem Musiker Michio, nimmt die körperbetonten Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin als Ausgangspunkt für ein Tanzstück über die Kunst als Ausdruck der Schönheit.


Helena Waldmann

Der Eindringling – eine Autopsie

Tanz, Fr 29. + Sa 30.11.

 

Ein Stück, das unter die Haut geht: Helena Waldmann geht der Anatomie auf die Spur und folgt dem Weg von Viren, Parasiten, Samen und anderen Eindringlingen in den menschlichen Körper. Ihre Tanzperformance zieht Parallelen zwischen Biologie und Gesellschaft und stellt dabei eindringliche Fragen zur politischen Gegenwart.

 

Zu viel Schutz ist kein Schutz. Ausklammern von Fremden ist tödlich. Wir werden so nicht leben können. […] Nationalismus ist Krieg. Und was die Folgen von Krieg sind, wissen wir.

Helena Waldmann im ARD


Ariel Efraim Ashbel

Apocalypse Now: Life After Man

Performance, Fr 6. + Sa. 7.12.

 

Angelehnt an Francis Ford Coppolas Film „Apocalypse Now“ von 1979 begibt sich das neue Stück des israelischen Regisseurs Ariel Efraim Ashbel auf eine Erkundungstour entlang der westlichen (männlichen) Angst vor Selbst-Auslöschung und Veränderung. Ein ausgefeiltes Lichtkonzept, reflektierende Kostüme, live Musik und ein tropischer Sonnenuntergang versprühen eine sinnliche Melancholie.


Henrike Iglesias

Fressen

Performance, Fr 17. + Sa 18.1.

 

Es gibt Männergerichte und Frauenrezepte. Frauen kochen, Männer essen. Dazu sagt das queerfeministische Theaterkollektiv Henrike Iglesias: Bullshit! Wir haben Hunger und wir fressen! In ihrer Kochshow tischen die Performerinnen dem Publikum die gesellschaftliche Obsession mit dem Thema Essen auf, und verschlingen dabei, was sich ihnen in den Weg stellt.


AGORA Theater

Die drei Leben der Antigone

von Slavoj Žižek

Theater, Mi 22. – Sa 25.1.

 

Drei Lebens-Optionen sind besser als drei Suizide! Das Ensemble des belgischen AGORA Theaters in der Regie von Felix Ensslin widmet sich dem berühmten dreifachen Freitod-Drama „Antigone“. Zeitgemäß gibt der Philosoph Žižek mit diesem Stück der tragischen Figur der Antigone doch noch ein paar Optionen – denn das unentrinnbare Schicksal scheint ein überholtes Modell zu sein in unserer modernen Welt.


half past selber schuld

THE LAST MORTAL

Ein transhumanistischer Bühnencomic

Bühnencomic, Januar 2020

 

Prognosen zufolge wird der wissenschaftliche Fortschritt ab dem Jahr 2040 den menschlichen Alterungsprozess überholt haben, so dass man dem altersbedingten Sterben ab diesem Zeitpunkt immer einen Schritt voraus sein wird. Ein Bühnen-Comic über den Weg vom sterblichen, organischen Menschen hin zum unsterblichen, künstlichen Hybriden. Diesmal in schwarz(en Puppen) auf weiß(em Hintergrund)!