Spielzeiteröffnung



20. – 30.09.

Das gehört sich nicht, das ist obszön! Jeder weiß, welche Bilder, Gesten oder Handlungen das öffentliche Schamgefühl verletzen. Das Obszöne pendelt zwischen Explizitheit und Verleugnung, zwischen Neugier und Verbot. Es passiert an den Schnittstellen von Kunst und Alltag, von Ästhetik und Politik. Es kann die Grundlage für Zensur und die Verfolgung Andersdenkender bilden. Heute präsentieren uns Donald Trump und andere Vertreter der neuen Rechten weltweit ihre Tabuverletzungen stolz auf dem Silbertablett und machen sie zum Mittel ihrer Politik.

 

Sie sagen und tun Dinge, die den Common Sense demokratischer Gesellschaften herausfordern oder sogar aufkündigen. Auch die Dynamiken neoliberaler, globaler Wirtschaftssysteme dehnen sich innerhalb einer obszönen Logik des Geldes aus. Die Frage, wie sich das Theater im Feld der obszönen Regime verhalten soll, beschäftigt zurzeit viele Künstler, darum starten wir mit diesem Thema in die neue Spielzeit. Wie wir weiterhin kritisch und künstlerisch produktiv agieren können, darüber möchten wir auch mit unserem Publikum ins Gespräch kommen.

 

Performances, Filme, Diskussionen, Vorträge, Workshops:
Christoph Schlingensief, Laurie Penny, Iggy Lond Malmborg, pulk fiktion, Agata Siniarska und Mădălina Dan, Via Negativa, Oliver Zahn, Peng! Collective, Joshua Oppenheimer u.a.

 

Die Spielzeiteröffnung Obszönität vom 20.-30.9. wird gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.