Januar & Februar im FFT

Was wären wir ohne Rituale? Sie stabilisieren unsere Position in der Gemeinschaft und im Universum und sie unterstützen uns in Situationen des Übergangs. Der Jahreswechsel ist voller Rituale. Es ist die Zeit der Rückblicke und guten Vorsätze. Auch im FFT sind wir gespannt, was die Zukunft bringt. Es steht viel auf dem Spiel. Diesmal könnte es tatsächlich ans Eingemachte gehen! Aber nicht im Sinne der Vorräte – denn seien wir mal ehrlich, haben wir es wirklich geschafft, etwas auf die hohe Kante zu legen? Da geht es uns im Kleinen wie im Großen und Ganzen: Verlässliche Infrastrukturen, der vorsorgende, fürsorgliche Staat erscheinen wie Märchen aus der Vergangenheit, und unser Planet ächzt unter der Last der Zivilisation. Viele alte Überzeugungen scheinen überholt. Jetzt müssen wir zur Sache kommen. 

 

Im Januar schließen wir unsere Reihe Eve of Destruction mit dem belgischen AGORA Theater ab: In der Deutschlandpremiere von Slavoj Žižeks Die drei Leben der Antigone werden die antiken Rollen neu gemischt – der slowenische Meister-Denker kommt persönlich vorbei, damit wir ihn mit unseren Fragen löchern können. Vorher zeigen uns fünf junge Künstler*innen-Teams im Rahmen von west off ihre Entwürfe eines zukünftigen (Zusammen)Lebens und Theaters. Die moldauische Autorin und Regisseurin Nicoleta Esinencu zerlegt in Abolirea familiei / Die Abschaffung der Familie radikal familiäre Strukturen, die Expert*innen für schwarzen Humor von half past selber schuld bringen mit The Last Mortal ihren neuen Bühnen-Comic zur Premiere, Martin Nachbar und Gabi dan Droste laden zum generationenübergreifenden Zusammen Bauen ein und Tümay Kılınçel räumt in Dansöz mit den Klischees über orientalischen Tanz auf.

 

Auf ein Neues! Geht mit uns ans Eingemachte.

Euer FFT

 

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