FFT Gespräch: Boyz* im Netz – jung, männlich, wütend?

18.09.2020


Trollarmeen, Killer-Games, Verschwörungstheorien – die dunkle Seite des Internets ist voller wütender junger Männer. Aus Online-Communities heraus beeinflussen Hass und Agitation die reale Politik und wirken auf das gesellschaftliche Miteinander. Aber bietet das Internet nicht auch Möglichkeiten, diese toxischen Typen und ihre Rhetorik zu unterwandern und neue Allianzen zu bilden? Und bringt unser eingeschränktes Bild von Männlichkeit Jungs nicht auch offline in Gefahr? Mit den Künstler*innen Yana Thönnes (The Agency) und Arne Vogelgeang (internil) und dem Autor Nils Pickert („Pink stinks“) sprechen wir über Prinzessinnenjungs, neue Männerbewegungen und die Macht des Netzes.

 

 

„Boyz* im Netz“ ist der zweite Teil des FFT-Podcasts zum Theater der Digital Natives. Hier gehts zum ersten Teil: AppLaus – Digitale Schnittstellen zwischen Bühne und Publikum


Yana Thönnes
Yana Thönnes wurde 1988 geboren und ist Mitbegründering der Gruppe The Agency. Sie studierte Medizin und Regie in Hamburg , ehe sie ihr Studium der Philosophie und Kulturreflexion an der Universität Witten/Herdecke mit einer Arbeit über Performancekunst in der Ukraine abschloss. Sie hospitierte und assistierte während des Studiums bei Gintersdorfer/Klaßen, Robert Borgmann, Bernhard Mikeska und Public Movement.
Nils Pickert
Nils Pickert ist freier Autor und Journalist. Als Vater von zwei Mädchen und zwei Jungen, Teilzeitrockträger und Vollzeitfeminist schreibt er vor allem über Kinder, Erziehungsfragen und Gleichberechtigung. Er war viele Jahre Teammitglied und half beim Aufbau der NGO Pinkstinks, die sich mit Off- und Online-Kampagnen, Pressearbeit sowie einem weit gelesenen Online-Magazin gegen Sexismus und Homophobie einsetzen. Sein erstes Buch „Prinzessinnenjungs“ erschien im März beim Beltz-Verlag.
Arne Vogelgesang
Mit dem Theaterlabel internil und unter eigenem Namen realisiert Arne Vogelgesang seit 2005 freie Theaterprojekte, die mit verschiedenen Zusammensetzungen von dokumentarischem Material, neuen Medien, Fiktion und Performance experimentieren. Außerdem hält er Vorträge und gibt Workshops zur Ästhetik radikaler Internet-Propaganda & schreibt gelegentlich einen Text. Derzeit forscht er an der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund zu Live-VR-Storytelling und Kannibalismus.
Credits
Gefördert im Rahmen des Bündnis internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.