Das Monatsthema im April

Am Anfang großer Veränderungen steht fast immer eine Utopie. Eine Idee, die so stark ist, dass Menschen bereit sind, für sie zu kämpfen und sogar zu sterben. „Kein Mensch soll über einen anderen herrschen“, ist so eine Idee. „Jeder Mensch soll seine individuelle Vorstellung von Glück verwirklichen können“, eine andere. Beides wollte die Revolution Anfang der 70er Jahre für das chilenische Volk erreichen. Dazu wurde der seinerzeit führende Kybernetiker engagiert, der eine Art Vorläuferdes Internets schuf: eine Synthese von Maschine und Politik durch vernetzte Computer. Mit dem „Project Cybersyn“ wurden schon damals riesige Datenmengen gesammelt, ausgewertet und der Regierung zugespielt, damit sie auf dieser Basis die besten politischen Entscheidungen treffen kann. Rund 50 Jahre später treffen wir auf diese und weitere vergessene sowie aktuelle Utopien im Theater der Digital Natives. Es krempelt die Verhältnisse von Bühne und Zuschauerraum um, macht uns zu Mitspieler*innen in einer vernetzten Welt und fragt nach den Konsequenzen unseres Handelns in Zeiten von Big Data. Im FFT verflüssigen sich die Beziehungen zwischen Körpern und Dingen und es entstehen Bilder und Vorstellungen, mit denen wir die Grenzen unseres Denkens und Fühlens spüren und spielerisch überwinden.

 

Mit dabei

Original Sin. A Concert – Susanne Sachsse & Xiu Xiu (9.+10.3.)

Slime Dynamics – Siegmar Zacharias (11.+12.4.)

ENDGAME – machina eX (19.-21.4.)

ON/LIVE 2018 – Das Theater der Digital Natives (20.+21.4.)

#future politics No 5 – Is the Internet Broken? (27.4.)

COLONIA DIGITAL: The Empire Feeds Back – andcompany&Co. (27.+28.4.)