November & Dezember im FFT

Der Weltuntergang wird dieser Tage heiß diskutiert. Die Menschen können einfach nicht aus ihrer Haut. Sie haben sich den Weltuntergang schon immer in den schillerndsten Farben ausgemalt. Davon zeugen unzählige Filme, Serien und Romane. Warum ist das Ende der Welt so reizvoll? Im November und Dezember nehmen Künstler*innen im FFT die Apokalypse zum Ausgangspunkt fantastischer, grausamer, aber auch utopischer Vorstellungen.

 

Die slowenische Gruppe Via Negativa untersucht in 365falls das Paradox der Notwendigkeit von Veränderung und unserem Wunsch nach Stabilität anhand von berühmten und fiktiven Fällen und Stürzen. Die Tanzregisseurin Helena Waldmann dekonstruiert im spektakulären Tanz-/Kampf-Abend Der Eindringling – eine Autopsie das Märchen vom Eindringling, der die innere Ordnung bedroht. Und Ariel Efraim Ashbel and friends entwerfen in no apocalypse not now eine kritische, aber hoffnungsvolle Auseinandersetzung mit der Welt nach dem Menschen. Alle drei Stücke sind in unserer internationalen Performance-Reihe Eve of Destruction zu sehen.

 

pulk fiktion fragt in Hieronymus, was anfängt, „wenn es mit uns aufhört“. Und Wera Mahne blickt in Ich bin Pinguin nicht auf das Ende, sondern auf die Entstehung einer Welt: Wer oder was prägt unseren Kosmos? Welche Möglichkeiten und Grenzen bieten sich uns, je nachdem mit wem wir durch die Welt gehen? In diesem Sinne: Verabschieden wir uns von dem schummrigen Schauder, den die Vorstellung vom Ende der Welt transportiert! Wir wenden uns gegen das lähmende Gefühl, das das Ende aller Tage vermittelt, und suchen nach Gegenerzählungen.

 

Fahrt mit uns aus der Haut!
Euer FFT

 

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