10:00 Uhr
12.06.2021
10:00 Uhr
10.06.2021
10:00 Uhr
11.06.2021

AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE?

Im Rahmen des Impulse Theater Festival
Impulse Theater Festival
Workshop
Sprache: Englisch
Anmeldung per E-Mail an akademie@impulsefestival.de

„Pleasure Activism ist gefragt, um das Vertrauen zwischen den Körpern wiederzufinden. Lasst uns die Prinzessin sein, die die Dornenhecken durchdringt und die schlafenden Schönheiten wachküsst!“

Sibylle Peters

 

Die Pandemie hat die Theater weltweit hart getroffen. An den Orten, die geschaffen wurden, damit Körper sich versammeln und eine gemeinsame sinnliche Erfahrung teilen können, herrscht seit über einem Jahr die meiste Zeit: Leere. Die Impulse-AKADEMIE schaut sich diesen Zustand genauer an. Was geht verloren, wenn Aufführungen und Arbeitsprozesse im digitalen Raum stattfinden? Was wird gewonnen?

 

Die drei AKADEMIE-Tage finden in einem hybriden Format sowohl online als auch vor Ort in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk statt: Die Vorträge und Diskussionen am Vormittag fokussieren auf die Rolle des Körpers für Gemeinschaftsbildung, politischen Protest und internationale Zusammenarbeit. In einem mehrtägigen Workshop am Nachmittag erproben die Teilnehmenden die Kunst von Berührung, Geruch, Nähe und Verwundbarkeit.

 

Von und mit
Programmleitung: Anne Schulz. Workshopleitung: Sibylle Peters. Produktionsleitung: Lena Busse

KONFERENZPROGRAMM, 10.–12.6., 10–13 Uhr, online

Theatrale Gemeinschaft, Protest und internationale Zusammenarbeit in einer körperlosen Zeit

 

10.6. Körper und Gemeinschaftsbildung

Welche Bedeutung hat das physische Beisammensein für das Theatererlebnis, und was verlieren wir, wenn das Publikum zu Hause am Laptop oder Handy sitzt? Wie hat sich unsere Wahrnehmung von Intimität und Berührung in Zeiten physischer Distanz verändert?

 

11.6. Körper und politischer Protest

Welche Bedeutung haben die Sichtbarkeit und die Verwundbarkeit des Körpers für die Wirksamkeit politischer Protestbewegungen? Welchen Einfluss hat und hatte Covid-19 darauf?

 

12.6. Körper und internationale Zusammenarbeit

Welche Bedeutung haben physische Begegnungen für gemeinsame kreative Prozesse und die Entwicklung einer guten Arbeitsbeziehung? Inwieweit können wir sie durch Online-Tools ersetzen? Und was bedeutet das für die Zukunft einer klimafreundlichen und dekolonialen internationalen Zusammenarbeit?


WORKSHOP, 10.–12.6., 14.30–17 Uhr, Düsseldorf, vor Ort

Exercises in Social Intimacy. Ein internationaler Workshop zur Kunst der Berührung und anderen verbotenen Genüssen

 

Was es heißt, allein zu sein, und was es heißt, verbunden zu sein, hat sich durch die Pandemie verändert. Corona ist ein gemeinsames Problem, das uns voneinander trennt. Doch die Sicherheit der Isolation bringt ihre eigenen Gefahren mit sich: Wenn unsere Körper andere Körper nicht riechen und berühren können, bleiben unsere Stresslevels hoch. Angst und Depression treten an die Stelle geteilter Verwundbarkeit. Die Dornenhecken um unsere Schlösser schießen in die Höhe. Zugleich haben digitale Versammlungen reale Zusammenkünfte ersetzt und Menschen – auch global – in neuer Weise miteinander verbunden. Theater und Performance erscheinen vor diesem Hintergrund in neuem Licht: als Künste der Intimität, die Menschen einander nahebringen und sie einladen, ihre Verletzlichkeit zu teilen und mitzuteilen.

 

EXERCISES IN SOCIAL INTIMACY verbindet 90 Teilnehmer*innen lokal und global, körperlich und digital. Gruppen in Düsseldorf und Köln, Bern, Johannesburg und Minsk treffen sich unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygieneregeln vor Ort und tauschen sich in Videokonferenzen untereinander aus. Sie erproben die Kunst von Berührung, Geruch und Nähe und experimentieren mit der Beziehung von Intimität und Abstand.

 

Von und mit
Gastgeber*innen: Sibylle Peters mit Charlotte Pfeifer und Ansuman Biswas sowie als Gast Moritz Frischkorn. Internationale Co-Gastgeber*innen:Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Theater (Schweiz). The Market Theatre Laboratory, Johannesburg (Südafrika). Universität zu Köln, Institut für Kunst & Kunsttheorie. Goethe-Institut Belarus

Credits
Die AKADEMIE #2 – LOST IN SPACE? wird gefördert durch das Goethe-Institut und das Internationale Besucher*innenprogramm des NRW KULTURsekretariats.