19:00 Uhr
05.10.2020

Digitale Räume für die darstellenden Künste

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Digitales Foyer"
eˉlektron (Tallinn), nota (Berlin) u.a.
Kurzvorträge und Gespräch
FFT Kammerspiele
Sprache: Deutsch + Englisch
Eintritt frei! Anmeldung unter tickets@fft-duesseldorf.de

Seit Jahrzehnten nutzen wir das Internet ganz selbstverständlich. Aber für die darstellenden Künste muss dieses Medium erst noch – oder immer wieder neu – erfunden werden. Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Coder*innen stellen im FFT ihre digitalen Werkzeuge für Online-Performances, Proben und die Begegnung im Netz vor.

 

Das transdisziplinäre Team eˉlektron aus Tallinn, Estland stellt seinen virtuellen Theaterraum vor, der ständig weiterentwickelt wird. Die Produktionsgemeinschaft nota (Berlin) gibt Einblicke in ihr digitales Proben- und Archivierungswerkzeug. Gemeinsam mit der Deutschen Oper am Rhein eröffnen wir unser von der Kulturstiftung des Bundes gefördertes Projekt Das Digitale Foyer. Dazu gibt es einen Impulsvortrag von Tina Lorenz (Staatstheater Augsburg) zur aktuellen digitalen Lage im deutschen Theater.

 

Die Veranstaltung wird live gestreamt. Sie finden den Stream ab dem 5.10. hier.


Das Digitale Foyer ist ein vierjähriges Projekt zur digitalen Transformation der Deutschen Oper am Rhein und des FFT Düsseldorf. Gemeinsam mit digitalen Partner*innen begeben wir uns auf die Suche nach neuen Räumen der Begegnung in Oper und Theater der Zukunft. Dabei legen wir den Fokus auf neue, digitale Strategien der Vermittlung und Kommunikation in hybriden, künstlerischen Räumen und Foyers unter Einbezug der digitalen, städtischen Öffentlichkeit. 


eˉlektron ist eine transdisziplinäre Plattform für die darstellenden Künste, die zur Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wissenschaft geschaffen wurde. elektron.live ist die Bühne von eˉlektron – ein ständig anpassbarer virtueller Raum, der nach den Bedürfnissen von Künstler*innen entwickelt wird. Was gewünscht oder gebraucht wird, findet eˉlektron gemeinsam mit Künstler*innen und Publikum heraus. 

 

nota ist eine von Künstler*innen und Programmierer*innen gemeinsam entwickelte Montagesoftware. Sie bietet spezielle digitale Räume für Probenprozesse oder als virtuelles Archiv. Das Programm simuliert eine immense Fläche und eine fast unendliche Tiefe, in die man sich hineinbewegen und aus der man auftauchen kann. Die Produktionsgemeinschaft nota sieht darin ein technisches, künstlerisches und solidarisches Angebot „an eine unruhige Netzgemeinde“.

 

Die gebürtige Berlinerin Tina Lorenz studierte Theaterwissenschaft und Amerikanische Literaturgeschichte in Wien und München. Sie war Dozentin für Theatergeschichte an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern, später Dramaturgin am Landestheater Oberpfalz und schließlich Referentin für digitale Kommunikation am Staatstheater Nürnberg. Sie ist Gründungsmitglied der Hackspaces metalab Vienna und Binary Kitchen Regensburg und sitzt in der Auswahlkommission der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität. Seit 2012 publiziert und spricht sie zum Thema des digitalen Theaters, unter anderem auf der re:publica Berlin, auf nachtkritik.de und bei der Heinrich-Böll-Stiftung. 2020 übernimmt sie die Stelle der Projektleiterin für Digitale Entwicklung am Staatstheater Augsburg.


Das Projekt wird im „Fonds Digital“ der Kulturstiftung des Bundes gefördert.