10:00 Uhr
14.03.2020

Empathy Challenge

im Rahmen von Game on Stage
Rahel Spöhrer
Vortrag
FFT Kammerspiele
In englischer und deutscher Sprache
5€

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Der Vortrag musste wegen CONVID19 leider entfallen. Rahel Spöhrer hat uns einen inspirierenden Text für das entstandene Zine zugesandt. Hier in unserer Mediathek könnt ihr es lesen.


[…] is it possible, without changing our beliefs, to know others from the inside, to see reality through their eyes, to understand the links between life, feeling, and politics: that is: to cross the empathy wall

A. R. Hochild

 

Immersive Performances ermöglichen es, mit allen Sinnen in künstliche Welten einzutauchen und laden, im Unterschied zum Theater, immer wieder dazu ein, selbst einen Character zu verkörpern. Erlaubt diese Verkörperung, die Welt momenthaft aus den Augen einer anderen zu sehen und Empathie für unbekannte Lebensrealitäten zu entwickeln? Kann Immersion ein Tool sein, um Empathie zu trainieren?  Oder erfahre ich mich in diesem Spiel in erster Linie selbst?  Rahel Spöhrer, Dramaturgin und Gründungsmitglied von THE AGENCY, recherchiert in ihrem Stipendium an der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund die Möglichkeiten und Grenzen immersiver Erfahrungen. Sie fragt, ob und wie Einfühlung in einem Theater, das immersiv arbeitet, trainiert werden kann. In ihrem Vortrag gibt Sie Einblicke in ihre Recherche und lädt die Anwesenden versuchsweise zu einem „Empathy Training“ ein. 

 

Rahel Spöhrer
Rahel Spöhrer, lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist Dramaturgin und Mitbegründerin der Gruppe THE AGENCY. Die Gruppe entwickelt immersive Performances die international gezeigt wurden. An der Athens School of fine Arts (ASFA) gibt sie Workshops zu künstlerischer Forschung und Inszenierungsweisen von Intimität. Seit September 2019 ist Rahel Stipendiatin an der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund und forscht dort zum Thema “Mixed feelings on demand, services of digital intimacy”.

über Game on Stage

 

Spiele sind das neue Theaterstück! Immer häufiger wird das Theater zur virtuellen Realität, werden aus Zuschauer*innen Spieler*innen, die den Theaterabend als selbst gestaltetes Abenteuer erleben. So können vor allem Geschichten über die gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung neuartig erzählt werden. Damit öffnen sie das Theater für jüngere „Spielgefährt*innen“, stellen es aber auch vor große Herausforderungen.

 

Im FFT arbeiten Expert*innen aus Deutschland, Österreich, Belgien und Russland drei Tage lang an der Schnittstelle zwischen Gaming und Theater. In offenen Werkstätten und Laborgruppen vertiefen sie Fragen zu Open-Source-Lösungen für das Game-Theater, Möglichkeiten spielerischer Formate für die kulturelle Bildung oder queerem Gaming im Theater. Beim Abschluss-Symposium sind alle eingeladen, in die Diskussion einzusteigen. Es wird mit einem Impulsvortrag mit dem Titel Empathy Challenge von Rahel Spöhrer (The Agency), Dramaturgin und Stipendiatin an der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, eröffnet.