20:00 Uhr
26.01.2018

Freigang im Menschenpark

#future politics No 4
Vortrag
FFT Düsseldorf, Juta, Kasernenstraße 6, 40213 Düsseldorf
5 €

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Let’s face it: 30 Jahre neoliberale Politik haben uns zu überangepassten, selbstoptimierten Mitläufer*innen gemacht. Die Wahl des kleineren Übels und die ritualisierten alltäglichen Konsumentscheidungen lassen den Begriff der Freiheit unbrauchbar erscheinen. In der vierten Ausgabe unserer Reihe #future politics richten wir den Blick auf den Zustand des denkenden und handelnden Subjekts und fragen nach seiner wiederzuerlangenden Souveränität. Wir laden zu Vortrag und Gespräch u.a. mit dem Philosophen Guillaume Paoli („Die lange Nacht der Metamorphose. Über die Gentrifizierung der Kultur“) und dem Regisseur Felix Ensslin („Animal Farm – Theater im Menschenpark!“).

 

 

Felix Ensslin wurde 1967 in Berlin geboren. Von 2002 bis 2006 war er Regisseur und Dramaturg am Deutschen Nationaltheater und Staatskapelle Weimar. Er kuratierte Ausstellungen in den Berliner Kunst-Werken, der Neuen Galerie Graz, am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karslruhe und in der Perry Rubenstein Gallery in New York. Gemeinsam mit Marcus Coelen verantwortete Ensslin als Mitherausgeber die Theoriereihe Subjektile im Berliner Diaphanes Verlag. Der Schwerpunkt von Ensslins wissenschaftlicher Arbeit liegt auf der Untersuchung zeitgenössischer ästhetischer und philosophischer Diskurse und der psychoanalytischen Kulturtheorie. Im Juli 2009 promovierte er an der Universität Potsdam. Seit 2009 ist er Professor im Lehrstuhl für Ästhetik und Kunstvermittlung der Kunstakademie Stuttgart.

 

Guillaume Paoli wurde 1959 geboren. Der Schriftsteller und Philosoph lebt seit 1992 in Berlin. Ende der 1990er errang Paoli einen gewissen Grad an Bekanntheit als Theoretiker der „Glücklichen Arbeitslosen“ und Mitherausgeber ihrer Zeitschrift „müßiggangster“. 2003 machte er sich als Demotivationstrainer selbständig. Von 2008 bis 2013 war er im Leipziger Centraltheater als „bundes- und vielleicht weltweit erster Hausphilosoph” eingestellt. Dort leitete er die „Prüfgesellschaft für Sinn und Zweck“ und betrieb eine rege besuchte „philosophische Praxis“. Heute ist er als freier Publizist und Vortragender tätig. Seine Schriften befassen sich u.a. mit Faulheitstheorie, Antiökonomie, Anthropologie, Sozialgeschichte, Bienenforschung, Liberalismuskritik, Architektur, Theater und Rekonstruktion.