20:00 Uhr
20.01.2018
20:00 Uhr
19.01.2018

Kabuki Noir Münster

Gintersdorfer/Klaßen
Performance
FFT Kammerspiele
19 / 11 (erm.)

Im Rahmen der alle zehn Jahre stattfindenden Kunstausstellung „Skulptur Projekte Münster“ haben Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen mit ihrem deutsch-ivorischen Team in über 100 öffentlichen Proben ein Stück entwickelt, das die traditionelle Kabuki-Ästhetik aufgreift, eine japanische Theaterform bestehend aus Tanz, Gesang und Pantomime, die Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelt wurde. Die Performance basiert auf dem berühmten Stück „Kanjincho“, in dem der Bruder eines Königs versucht, als Priester verkleidet das Königreich über eine bewachte Grenze zu verlassen. Gintersdorfer/Klaßen setzen die historische Vorlage in Bezug zu heutigen Grenzen und der politischen Debatte über ihre Durchlässigkeit. Dabei entsteht ein spannender Dialog zwischen der deutschen, japanischen und ivorischen Kultur.

 

Mit: Annik Prisca Agbadou, Arvild Baud, Jean-Claude Dagbo alias DJ Meko, Jule Flierl, Hauke Heumann, Iris Minich, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star. Ein Projekt von Gintersdorfer/Klaßen in Zusammenarbeit mit Skulptur Projekte Münster 2017. Koproduktion: FFT Düsseldorf, Kampnagel Hamburg, HAU – Hebbel am Ufer Berlin.  Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, BASF, Goethe Institut und Kulturstiftung des Bundes.

 

Gintersdorfer/Klaßen entwickeln seit 2005 Projekte, in denen sie Lebensstrategien und Ausdrucksformen der Darsteller zum Zentrum machen und mit eigenen Strategien und Ästhetiken konfrontieren. Das Team ist deutsch-ivorisch mit internationalen Gästen. Alles ist, was es ist. Es geht nicht um erfundenes oder symbolisches weder auf der Text-, Spiel- oder Materialebene. Sie versuchen einen möglichst direkten Transport von Leben ins Theater und von Theater/Performance ins Leben.