20:00 Uhr
28.11.2020
20:00 Uhr
27.11.2020

Learning feminism from Rwanda

Flinn Works
Performance
FFT Juta
Dauer: 75 min // Sprachen: Englisch mit deutschen und französichen Übertiteln
19€/11€ erm.

Ruanda hat längst erreicht, wofür Frauen in Europa noch kämpfen: 61% der Abgeordneten im Parlament sind weiblich. Das ostafrikanische Land hat nach dem Genozid 1994 die Geschlechtergerechtigkeit zur Basis seiner Politik gemacht. In Deutschland hingegen ist die Parität noch fern und obwohl die Gleichstellung seit 1949 im Grundgesetz verankert ist, sind nur 31% der Bundestagsabgeordneten Frauen.

 

Eine ruandische Trommel auf der Bühne ist der Schlüssel zur Macht. Früher wurde sie nur für den König gespielt. Jetzt spielen die Performer*innen für die Königin. Für Merkel. Für Parität. Mit flammenden Reden, Statistiken, Klageliedern und Protestchoreografien performen sie für das arme Europa, das um magere Quoten ringt, während ruandische Pilotinnen Blutkonserven mit Drohnen durchs Land fliegen und digitale Daten zu den Smartphones weiblicher Abgeordneter rasen.

 

Learning feminism from Rwanda beobachtet die Frauenquote als politisches Instrument und die Veränderung der Kultur und Geisteshaltung dadurch. Sechs Performer*innen folgen der Spur des ruandischen Fast-Track-Feminismus durch glänzende Statistiken und gläserne Decken bis hinter die Kulissen zu Heim und Herd. Was kann Europa von Ruanda lernen?

 

Pandemiebedingt treten zwei Performer*innen live und drei per Video auf.

 


Flinn Works
Flinn Works (ehemals Flinntheater) ist eine freie Theater- und Performancegruppe. In wechselnden, oft international besetzten Teams um die Regisseurin Sophia Stepf entwickelt Flinn Works multiperspektivische Theateraufführungen zu Themen der globalisierten Welt. Flinn Works kooperiert regelmäßig mit den Sophiensælen Berlin. Weitere Partner sind u. a. das Hebbel am Ufer (HAU) und das Staatstheater Kassel. 2014 wurde Flinn Works für die Produktion Shilpa – The Indian Singer App mit dem Förderpreis der Zürcher Kantonalbank beim Zürcher Theater Spektakel ausgezeichnet und war 2017 für den George-Tabori-Preis (Hauptpreis) nominiert. Mit Global Belly nahm Flinn Works am Impulse-Theaterfestival 2018 teil.
Credits
Künstlerische Leitung: Lisa Stepf & Sophia Stepf. Von und mit: Yvette Niyomufasha, Natacha Muziramakenga, Wesley Ruzibiza, Nirere Shanel, Lisa Stepf, Cornelia Dörr. Regie: Sophia Stepf. Videodesign: Marc Jungreithmeier. Komposition: Andi Otto. Einspielungen: Sophia Inanga. Kostüm: Tatjana Kautsch & Ensemble. Lichtdesign: Susana Alonso. Regieassistenz: Annekatrin Utke. Produktion Ruanda und Dramaturgie: Louise Mutabazi. Produktionsleitung & Kompaniemanagement: Gustavo Fijalkow. Eine Produktion von Flinn Works in Kooperation mit EANT Festival/Amizero Kompagnie. In Koproduktion mit Theater Freiburg, Sophiensaele Berlin, Goethe-Institut Kigali, Kaserne Basel, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Maillon Théâtre de Strasbourg – scène européenne. In Kooperation mit Staatstheater Kassel, Theater Tuchlaube Aarau, FFT Düsseldorf. Gefördert durch Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Kulturamt der Stadt Kassel, Gerhard-Fieseler-Stiftung, Between Bridges. Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.