20:00 Uhr
02.11.2019
20:00 Uhr
31.10.2019
20:00 Uhr
01.11.2019

LIFFT III: HorrOr What?!

Konglomerat
Theater
FFT Kammerspiele
Sprache: deutsch / Dauer: 90 min
19€/11€ (erm.)

Ticket jetzt kaufen

Schuld an allem Grauen ist die Welt selbst: Im modernen, drastischen Horror wird nicht nur das Monströse des Menschen verarbeitet, sondern auch der Neoliberalismus. — Georg Seeßlen


Das Format LIFFT ist in den letzten Jahren zu einem inspirierenden Experimentierfeld zwischen Text und Performance geworden, das sich beim Publikum größter Beliebtheit erfreut. In der mittlerweile dritten Ausgabe unter dem Titel „HorrOr What!?“ steht die Lust am Schaudern im Mittelpunkt. Die Gruppe Konglomerat beschäftigt sich in LIFFT III mit dem Horror, der modernen Form des Märchens. In einem Werkstatt-Verfahren haben die Autor*innen Stephan Kaluza, Jan Grashof, Georg Schiller, Jürgen Mühle sowie Verena und Mathias Meis neue Texte entwickelt, die einen blutroten Faden spinnen über die Schrecken, die uns umgeben, und die Monster, die in uns selbst wohnen. Zwischen Lust und Grauen entsteht in der Regie von Reinar Ortmann ein vielstimmiger Theaterabend, der sich Zuhause mit garantierter Schlaflosigkeit fortsetzt.


Papier zu Performance.

Das Autor_innenkollektiv Konglomerat stellt bei der dritten Ausgabe von „LIFFT – Literatur im FFT“ Haare zu Berge und jagt Schauer über Rücken. „HorrOr What?!“, ein künstlerisches Labor zwischen Schauspiel, Performance, Medien- und Videokunst, Klangkunst und Literatur, erforscht das Grauen im Alltäglichen. Fünf Texte, eigens von Jan Grashof, Stephan Kaluza, Mathias Meis, Verena Meis, Jürgen Mühle und Georg Schiller für den Abend geschrieben, erschaffen fünf Monster. In den Proben treffen die Monster zum ersten Mal aufeinander und verweben sich zu einem Kaleidoskop über den Horror unserer Zeit.

 

Angstlust.

Horror ist die moderne Form des Märchens, der Legende, der Ur-Erzählung. Horror ist die einzige Kunstform, die gleichzeitig subtil und drastisch ist. Horror ist die Hoffnung, uns über Grenzen zu tragen, von denen wir nicht einmal wussten. Horror ist die gesichtslose Gefahr, Horror ist ein psychologisches Experiment, Horror ist Folter und Freude zugleich. Horror ist alltägliches und ästhetisches Grauen. Monster Culture. Konglomerat versucht, das Monster zu verstehen – als Verkörperung der Dinge, die wir fürchten. Als das, was wir nicht zulassen können. Ein kultureller Körper, der die Ängste unserer Gesellschaft bündelt: Angst vor dem Fremden. Angst vor dem Anderen – in uns und in anderen.

 

Human Trash.

„HorrOr What?!“ ortet die Position des Menschen in einer postdemokratischen, radikalkapitalistischen Gesellschaft: Körper als Experimentierfeld zwischen Beautyfarm und Fitnessdiscount, Bodysuspension und Silikonimplantat. Kindliche Traumata und zwischenmenschliche Beziehungen. Monster from outer space und plus size wedding dresses. Dunkelheit.

 

Fluide.

Der Kosmos von „HorrOr What?!“ schafft eine Parallelwelt, ähnlich der unseren. Eine blitzschnelle Collage von Episoden aus der nahen Zukunft. Kunst und Politik verknüpfen sich mit Dokumentarbildern bis zur schonungslosen physischen wie psychischen Selbstentblößung. Video und Schauspiel, Projektion und Identität. Es gibt nur zwei Regeln: Horror ist immer real. Und alle Ängste sind politisierbar.



Konglomerat ist ein Kollektiv aus Vertreter*innen der Bildenden Kunst und des Theaters, der Literatur und Wissenschaft aus Düsseldorf und darüber hinaus. Derzeit involviert sind Jan Grashof, Stephan Kaluza, Verena und Mathias Meis, Jürgen Mühle und Georg Schiller. Regie führt Reinar Ortmann. Ortmann war Dramaturg am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Staatstheater Darmstadt sowie Chefdramaturg und Intendant am Rheinischen Landestheater Neuss.


Regie: Reinar Ortmann. Es spielen Philipp Alfons Heitmann, Katharina Hintzen, Josia Krug. Bühnenbild/Kostüm: Janin Lang. Video/Animation: Kay Özdemir. Dramaturgie: Verena Meis. Regieassistenz: Paula Wetten. Art Director: Laura Jil Beyer. Redaktion Programmheft: Verena Meis. Produktionsleitung: Mathias Meis. Gefördert durch Kunststiftung NRW, Landeshauptstadt Düsseldorf, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Landesbüro Freie Darstellende Künste.