20:00 Uhr
28.05.2021

Rollen-Spieler*innen

Was Theaternerds von Gamenerds lernen können - und umgekehrt // Im Rahmen von ON/LIVE 2021 - Das Theater der Digital Natives
Sarah Fartuun Heinze mit Caspar Bankert, Kerstin Grübmeyer, Şeyda Kurt und Frederika Tsai
Live-Pen&Paper
online
Dauer: 90-120 Min
Eintritt frei! Den Stream findet ihr hier.

[direkt zum Twitch-Stream]


Im Rahmen von ON/LIVE 2021 – Das Theater der Digital Natives [zum ganzen Programm des Symposiums]


Beim Pen&Paper schlüpfen die Spieler*innen in fiktive Rollen und erleben mit Hilfe von Erzählungen ein Abenteuer. Dabei gibt es fantasievolle Beschreibungen der Spielwelt und Regelsysteme. Neben Stift und Papier kommen häufig Würfel zum Einsatz, mit denen Entscheidungen dem Zufall überlassen werden. Pen&Paper bildet die Grundlage vieler Games, die wir heute auch digital spielen. Das Genre verwendet aber auch Elemente aus Rollenspiel und Theater.

 

Pen&Paper, Choose-Your-Own-Adventure-Bücher, Games und Gametheater haben eins gemeinsam: Die Geschichte entfaltet sich erst, wenn die Spieler*innen mit dem Stoff interagieren. Was also können Theaternerds von Gamenerds lernen – und umgekehrt?

 

Sarah Fartuun Heinze probiert es aus – spielenderweise, versteht sich! Sie bringt Expert*innen mit verschiedenen Spiel-Praxen an einem (Rollenspiel-)Tisch zusammen: Caspar Bankert, Kerstin Grübmeyer, Şedya Kurt und Frederika Tsai treffen sich im Rahmen von ON/LIVE zum Live-Pen&Paper-Let’s Play-Abend. Das heißt, sie spielen mit Sarah Fartuun Heinze als Spielleitung und wir schauen im Stream dabei zu. Würfelnd, spielend und schwatzend machen sie sich auf, um den Verflechtungen zwischen dem Theatralen auf Bühnen und am Rollenspieltisch auf die Spur zu kommen.

 

Wird das gelingen? Hoffentlich.

 

Wird es lustig? Bestimmt!

 

Werden Dinge schief gehen? Ganz gewiss. Aber heiter scheiternd stößt man ja oft auf die interessantesten Erkenntnisse und die spannendsten neuen Fragen.


Bei Anmeldung bis zum 24.5. bekommst du von uns ein Symposiums-Care-Paket per Post. Bitte gib dafür bei der Anmeldung deine Postadresse an.


Von und mit
 Sarah Fartuun Heinze mit Caspar Bankert, Kerstin Grübmeyer, Şeyda Kurt und Frederika Tsai. Fotograf*innen: Olaf Jelinski, Thomas Seips

Porträt von Sara Fartuun Heinze    

Sarah Fartuun Heinze
Sarah Fartuun Heinze wurde 1989 in Marka (Somalia) geboren, ist Schwäbin, lebt in Cottbus und arbeitet als multidisziplinäre freiberufliche Künstlerin und Kulturelle Bildnerin an der Schnittstelle zu Theater, Games, Musik und Empowerment. Sie versteht sich als Ästhetische Forscherin, ist Teil der Initiative Creative Gaming und als freiberufliche Journalistin Teil der Neuen Deutschen Medienmacher*Innen: Sie schreibt u.a. für DLF, nd, nachtkritik, Superlevel und analyse&kritik. Sie ist Mitautorin von „Kultur und Politik im prekären Leben. Solidarität unter Schneeflocken“ (Hrsg.: Timo Klattenhoff, Johanna Montanari, Viola Nordsieck; Neofelis-Verlag; 2020) und „Schwarz wird großgeschrieben“ (Hrsg.: Evein Obulor in Zusammenarbeit mit RosaMag; erscheint im September ’21 im &Töchter – Verlag). Sie hat im Auftrag der Bildungsstätte Anne Frank, als Autorin und Dramaturgin mit Playing History an HIDDEN CODES gearbeitet: Eine Serious Games – Serie, die sich in mehreren Episoden dem Thema Radikalisierung im Netz widmet (nominiert für den Deutschen Computerspielepreis in der Kategorie Serious Games). Momentan beschäftigt sie sich im Rahmen einer takecare-Forschungsresidenz am FFT Düsseldorf mit interaktivem Storytelling im digitalen Raum, was Theaternerds von Gamenerds lernen können – und umgekehrt. Und: Sarah Fartuun Heinze spielt gerne. Eines ihrer Lieblingsspiele ist „Zelda: Ocarina of Time“, vermutlich weil da der Schlüssel zu den meisten Rätseln die Musik ist. Wie so oft, auch fernab von Bildschirmen und Theaterbühnen.
Kerstin Grübmeyer
Kerstin Grübmeyer studierte Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Berlin. Nach freier Theaterarbeit, Regie- und Dramaturgiehospitanzen und Assistenzen u. a. an den Münchner Kammerspielen arbeitete sie 2009–2011 als Dramaturgin am Theater Heidelberg, 2011–2014 am Staatstheater Karlsruhe und 2014–2018 am Landestheater Württemberg Hohenzollern Tübingen Reutlingen. Dort leitete sie 2016–2018 die THEATERWERKSTATT SCHWÄBISCHE ALB. Seit der Spielzeit 18/19 ist sie Chefdramaturgin des Schauspiels am Nationaltheater Mannheim. Seit 2017 ist sie im Vorstand der Dramaturgischen Gesellschaft e.V.
Şeyda Kurt
Şeyda Kurt ist freie Kulturjournalistin, Autorin und Moderatorin. Sie schrieb als Kolumnistin für das Theaterfeuilleton nachtkritik.de. Ihr Bestseller Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist erschien im Frühjahr 2021.
Caspar Bankert
Caspar Bankert ist studierter Puppenspieler und absolvierte seinen Abschluss an der HfS Ernst Busch. Nach seinem Studium wurde er zum Mitbegründer der das Theaterkollektive „komplexbrigade“ und „das Hybris“ und arbeitete seitdem im Bereich der darstellenden Künste. Caspar ist als Sprecher, Schau- und Puppenspieler, Schreiber, Game-Designer, Illustrator und Regisseur beruflich tätig. In seiner Arbeit als Regisseur verbindet Caspar Bankert die Strukturen und Mittel digitaler und analoger Spiele mit den Möglichkeiten menschlicher Aktoren in theatralen Situationen. Unter anderem arbeitete er so an Game- und Theaterperformances am „Schauspiel Frankfurt“, dem „Theater Erlangen“, dem „Futurium“ und „UNICEF Deutschland“. Zur Zeit ist Caspar Bankert research fellow an der „Akademie für Theater und Digitalität Dortmund“.
Frederika Tsai
Frederika Tsai, geb. in Taipei, ist eine interdisziplinäre agierende Theatermacherin, Kuratorin und Dramaturgin. Seit 2017 arbeitet sie freischaffend und realisierte bis dato diverse Projekte in Deutschland und Taiwan, u. A. Leonard Bernsteins Candide (Regie, taiwanische Erstaufführung im National Kaohsiung Center for the Arts, Kaohsiung/Taiwan, 2018), Lena Chens Poseur (Regie, Uraufführung im English Theatre Berlin, 2019), die Verfilmung von Aunt Tiger (Dramaturgie und Übersetzung Taiwanisch/Deutsch/English für das Quanxiyuan Puppet Theater in Taipei/Taiwan, 2021) und Asian Performing Artists Lab (APAL) (Co-Kuratorin, Berliner Ringtheater, seit Spielzeit 2020/21). Zusammen mit Davide Di Palo und Hannah Elischer gründete sie 2019 das Theaterkollektiv „TsaDiEil“, das sich mit gesellschaftskritischen Themen beschäftigt, u. A. Missing Ms N.N. (2019, Wiederaufnahme 2021). Seit 2020 arbeitet sie als Beraterin mit Schwerpunkt Einstiegsberatung sowie Beratung gegen Rassismus und Sexismus im Arbeitskontext bei Performing Arts Programm Berlin. Sie war Teil der deutschen Vertretung bei „Directors in Tya“ 2019 von ASSISTEJ Germany in Berlin und Teilnehmerin an der Digital-Werkstatt „Theater übersetzen“ bei den 45. Mühlheimer Theatertagen. Tsai ist Mitglied von „The Magdalena Project“ und der Initiative für Solidarität am Theater 

Credits
Im Rahmen der #TakeCare Residenz „Interaktives Storytelling im digitalen Raum: Was Theaternerds von Gamenerds lernen können – _und umgekehrt ”. Gefördert durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser e.V. im Rahmen des vom Fonds Darstellende Künste e.V. getragenen und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Programms Neustart Kultur: #TakeCare. ON/LIVE ist eine Veranstaltung des FFT Düsseldorf in Kooperation mit dem Institut für Kunst und Kunsttheorie und dem Lehrstuhl Ästhetische Bildung der Universität zu Köln. Im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.