20:00 Uhr
07.06.2018

Logistik – Die Netzwerke des globalen Kapitalismus

Im Rahmen von STADT ALS FABRIK
Sergio Bologna
Vortrag
Schalterhalle ehemalige Hauptpost, Konrad-Adenauer-Platz 1

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Die boomende Logistik-Branche stellt komplexe Lieferketten rund um den Globus bereit, um je nach Nachfrage Waren so schnell und kostengünstig wie möglich zu liefern. Logistik hat nicht nur das Grundverständnis von Warenproduktion und -distribution revolutioniert, sondern auch die Spielräume des Konsums erweitert und neue Arbeitsverhältnisse geschaffen. Fast unbemerkt hat sich die Logistik-Branche zur drittstärksten Wirtschaftskraft in Deutschland entwickelt. Sergio Bologna, einer der führenden Intellektuellen des italienischen Operaismus, analysiert die Bedeutung der Logistik für den globalen Kapitalismus.

 

Das vollständige Programm von STADT ALS FABRIK (7.-9.6.) finden Sie hier im Überblick oder als PDF zum Download.

 

Sergio Bologna war 20 Jahre lang Hochschullehrer für Geschichte der Arbeiterbewegung und Industriegesellschaft an verschiedenen Universitäten (Trient, Padua, Mailand, Bremen). Seit 1985 ist er freiberuflich u.a. als Experte und Berater für Logistik tätig. 2006 wurde sein Buch „Die Zerstörung der Mittelschichten. Thesen zur neuen Selbständigkeit“ veröffentlicht. Er gründete verschiedene Zeitschriften wie Classe Operaia und Primo Maggio, ist Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Luigi Micheletti Stiftung in Brescia und der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts in Bremen sowie Ehrenmitglied der Bundesvereinigung für Logistik (BVL).