20:00 Uhr
17.11.2017
20:00 Uhr
18.11.2017

Mateluna

Guillermo Calderón
Performance
FFT Juta
In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln
19.- €
11.- € (erm.)

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Während der chilenischen Diktatur (1973-1990) engagierten sich viele junge Leute im bewaffneten Kampf gegen das Militärregime. Bis heute ist die Geschichte des militanten Widerstands nicht vollständig aufgearbeitet. Für sein Stück „Escuela“ führte der chilenische Autor und Regisseur Calderón Interviews mit Jorge Mateluna, einem ehemaligen Guerillero der chilenischen „Frente Patriótico Manuel Rodríguez” (FPMR), der für seinen Widerstand 14 Jahre im Gefängnis saß. Noch während der Aufführungen wurde Mateluna wegen der angeblichen Beteiligung an einem Banküberfall erneut verurteilt. Ausgehend von diesem Fall geht Calderón in seiner Inszenierung der Frage nach, was Schuld und Gerechtigkeit in der Post-Pinochet-Ära bedeuten und untersucht das Verhältnis von künstlerischem Handeln und politischer Gewalt.

 

 

Text und Regie: Guillermo Calderón. Regieassistenz: Ximena Sánchez. Mit: María Paz González, Camila González, Juan Pablo Troncoso, Luis Cerda, Andrea Giadach, Francisca Lewin. Bühnenbild, Kostüme und Licht: Loreto Martínez. Produzent: Ximena Sánchez. Eine Auftragsarbeit von: HAU Hebbel am Ufer, Berlin. Produktion: Fundación Teatro a Mil. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Mario Matos Teatro Municipal (Lissabon). Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von “Die Ästhetik des Widerstands – Peter Weiss 100”, ein Festival des HAU Hebbel am Ufer, Berlin. Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Unterstützt durch das Goethe Institut. 

 

Der Autor und Regisseur Guillermo Calderón studierte Theater und Darstellende Kunst an der Universidad de Chile und an der Dell’Arte School of Physical Theatre in Kalifornien sowie Filmwissenschaft an der University of New York und arbeitet heute sowohl in Santiago de Chile als auch in New York. Verschiedene seiner Inszenierungen setzen sich mit dem Erbe der Militärdiktatur Pinochets auseinander so z.B. “Villa + Discurso” (2011) oder “Escuela” (2013). Calderóns Produktionen wurden in über 25 Ländern gezeigt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2013 brachte er eine englische Version seines Stückes “Neva” im Public Theater in New York auf die Bühne. 2012 arbeitete er erstmals in Deutschland, wo er für das Düsseldorfer Schauspielhaus u.a. die beiden Auftragswerke “Beben” (2012) und “Kuss” (2014) schrieb und inszenierte, die sich mit dem großen Erdbeben in Chile 2010 sowie mit dem Syrien-Konflikt befassten. Calderón schrieb außerdem das Drehbuch für den Film “Neruda”, der 2016 auf der Director‘s Fortnight in Cannes gezeigt wurde, der Film “The Club”, an dem er als Co-Autor beteiligt war, erhielt auf der Berlinale 2015 den Silbernen Bären.