19:00 Uhr
16.10.2020
12:00 Uhr
17.10.2020

「壁」と戯れる / Mauerspiel

Nippon Performance Nights Vol. 8
Natsuko Tezuka
Performance
Japanisches Kulturinstitut Köln
Dauer: ca. 60 min // Sprache: Deutsch, Japanisch
Eintritt frei.

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Die Tanzperformances von Natsuko Tezuka basieren auf ihren Beobachtungen des Körpers, die sie schon in Japan praktiziert hat. In den letzten Jahren entwickelte sie auch Stücke, die die zwischenmenschlichen Beziehung und die dahinter stehende Gesellschaft beobachten. Vor zwei Jahren ist sie nach Deutschland ausgewandert.  Durch das Leben in einer Welt, in der Sprache und Kultur vollkommen anders sind, hat sie mit neuen Beobachtungen angefangen: Es wurde ihr bewusst, dass Japanisch auch aus einem völlig anderen Blickwinkel existiert. Dieser Unterschied der Perspektiven beeinflusst das Verständnis für Situationen und Empfindungen.

 

Die Performance „Mauerspiel“ thematisiert diese Beobachtungen. Auf welche Wände stößt man, wenn man in einem Umfeld mit einer komplett anderen Sprache und Kultur lebt? Wie wirken Tezukas japanische Sprache und Kultur auf jemanden, der in Deutschland aufgewachsen ist? Tezuka und ihr deutscher Counterpart stellen sich dieser sprachlichen und kulturellen Mauer, spielen mit ihr, versuchen miteinander zu kommunizieren. Aber was bedeutet Kommunikation in der heutigen Zeit, die von stetigem Wandel und den sozialen Medien bestimmt ist? Und was machen die Einschränkungen, die gewachsene zwischenmenschliche Distanz in der Post-Corona-Ära mit uns? Dies beobachtend, wird mit der „Mauer der Kommunikation“ gespielt, indem man von ihrer Undurchdringbarkeit gequält wird. Was für ein Medium kann unser Körper werden? Welche Möglichkeiten haben wir? 

 

Mehr zum Stück.  


Natsuko Tezuka
Die Choreografin und Tänzerin Natsuko Tezuka wurde in Yokohama, Kanagawa geboren. 1996 wechselte sie von Pantomime zum Tanz und versucht sich seitdem an einem „Trial-and-Error“-Stil, der nicht auf existierenden Techniken aufbaut. Seit 2001 arbeitet sie an ihrer “Anatomical Experiment” Serie, in der sie ihren eigenen Körper erforscht. Sie war mit “Anatomical Experiment –2” Finalistin für den Toyota Choreography Award. In Folge absolvierte sie Auftritte unter anderem in New York, Berlin, Jakarta, Rio de Janeiro. Seit 2018 lebt und arbeitet sie in Berlin. Für das, 2007 am Theater Berlin Mitte aufgeführte Stück, „Private trace“, nahm Natsuko Tezuka ein Gespräch mit ihrer Familie auf Video auf, um die menschlichen Körperbewegungen nachzuverfolgen. 2010 startete sie ein neues Projekt, „Asia Interactive Research“, welches die Beobachtungen der Volkskunst in Asien, bei gleichzeitiger Auseinandersetzung mit der westlichen Modernisierung darstellte. Mit „some experiments in decade and a half“ trat sie im August 2015 beim Singapore Arts Festival und im Mai 2016 am Asian Arts Theatre in Korea auf. Ebenfalls 2016 startete sie mit Venuri Perera aus Sri Lanka und dem Südkoreaner Suh Yeong Ran das „Floating Bottle Project“ welches sich mit der Bedeutung der westlichen Modernisierung für Asien beschäftigt. 2018 trat sie mit „Anatomical Experiment-3 Request Version“ bei der -Ausstellung im Kunstmuseum Seoul, im Oktober 2018 mit „Wander“ bei URBANRAUM (Berlin) und mit „Dive into the point“ am Kyoto International Performing Arts Festival auf. Zu Werken von Hyun-Suk Seo perfomte sie im Juni 2019 im Seoul Museum of Art.)
Credits
Konzept: Natsuko Tezuka.Performance: Evelin Löffelad, Natsuko Tezuka. Bühnenbild: Shoko Matsuyama. Video: Fabian Schulz. Projektleitung: Akiko Okamoto. Eine Veranstaltung von Japanisches Kulturinstitut Köln in Kooperation mit dem FFT Düsseldorf