10:00 Uhr
27.05.2021

Miami Punk – Das Game

Ein Spiel von Paula Reissig // Im Rahmen von ON/LIVE 2021 - Das Theater der Digital Natives
James & Priscilla
Game
online
Von Mi 26.5. - So 30.5. ist die Teilnahme zu jeder Zeit möglich.
Eintritt frei!

Im Rahmen von ON/LIVE 2021 – Das Theater der Digital Natives [zum ganzen Programm des Symposiums] 


James & Priscilla liefert mit „Miami Punk – das Game“ einen Spaziergangssimulator, der Guses Roman noch einmal auf ganz andere Art erfahrbar macht, ohne die Atmosphäre des Textes dafür zu opfern. Getragen wird er durch die Freude an der Entdeckung – wo findet sich der nächste Textteil? Was passiert dort oben, am Ende der hohen Leitern?

 

Jan Fischer, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 22.2.2021


Der Atlantik ist verschwunden. Dort, wo bis vor kurzem das Meer vor den Stränden und Häfen Miamis lag, befindet sich heute eine endzeitliche Sandwüste. Vor dieser bedrohlich- surrealen Kulisse bewegen sich die Bewohner*innen durch eine neue Normalität. Ursachenforschung, Rückzug in die Unzufriedenheit, Aufbruch ins Ungewisse – die Strategien, den veränderten Alltag zu bewältigen, sind vielfältig.

 

Juan S. Guse zeigt in seinem Roman Miami Punk das Panorama einer dystopischen, entrückten Version unserer Gegenwart zwischen Klimakatastrophe, Informationszeitalter und sozialen Bewegungen. Basierend auf Guses Roman lädt das Theaterkollektiv James & Priscilla euch ein, ihr eigenes Miami zu entdecken. Streift durch Landschaften und Gebäude und erahnt, was ihre Inszenierung noch alles erzählen könnte.

 

→ Vom Mi 26. – So 30.5. kann Miami Punk – das Game jederzeit hier gespielt werden.

 

Am Samstag, den 29.5. machen wir gemeinsam mit der Gruppe James & Priscilla, dem Autor des Romans Juan S. Guse und der Game-Designerin Paula Reissig einen Ausflug in das Spiel und sprechen anschließend mit allen Beteiligten. [mehr zum Programm PLAYING THE APOCALYPSE]


Passend zum Game-Release von Miami Punk – Das Game gibt es hier einen Podcast über die Schnittstelle von Gaming und Theater. Luise Tasler spricht mit Paula Reissig darüber, was es bedeutet, aus einem Bühnenstück ein Online-Game zu machen.


Miami Punk – das Buch

 

Über den Roman Miami Punk von Juan S. Guse könnt ihr hier mehr nachlesen. 

 

›Miami Punk‹ ist der große deutsche Computerspielroman und eine schillernde literarische Bearbeitung der neuen, digitalisierten Arbeitswelt. Selten liegen (Lese-) Arbeit und Unterhaltung so nah zusammen.


Süddeutsche Zeitung Online, Nicolas Freund, 20.7.2019

 

Ein grandioses, schwieriges, absurdes, irrwitziges, bizarres, nerdiges, cyberpunkiges Endzeitmonster irgendwo zwischen ›Counter Strike‹ und David Foster Wallace.


Stuttgarter Zeitung, Gunter Reinhardt, 25.7.2019


James & Priscilla
James & Priscilla arrangieren Texte mit Popsongs und minimalistischen szenischen Elementen und erschaffen so atmosphärisch dichte, karge und entrückte Theaterinszenierungen. Die Theatergruppe formuliert die zwei großen Versprechen von Pop-Musik für die Bühne: Freiheit und Verbundenheit. Sie ersetzt die große Schauspielgeste durch Pop-Musik und formuliert so eine zeitgenössische Form von Pathos. Die Gruppe inszeniert wechselnd für Erwachsene und Jugendliche, arbeitet perspektivisch aber an einer Verschmelzung dieser Kategorien im eigenen Theaterentwurf. James & Priscilla wurden 2009 von Studierenden der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim gegründet. Sie wurden mit verschiedenen Produktionen zu zahlreichen Festivals im In- und Ausland eingeladen, z.B. Festivals Spurensuche 2016 in Köln, Augenblick Mal! 2017 in Berlin und licht.blicke 2017 in Nürnberg. Die Gruppe spielt regelmäßig in den niedersächsischen Spielstätten Theater im Pavillon Hannover, Theaterhaus Hildesheim und LOT Braunschweig.
Juan S. Guse
Juan S. Guse studierte Literaturwissenschaften und Soziologie. Seine »Lärm und Wälder« (2015) und »Miami Punk« (2019) sind bei S. Fischer erschienen. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Fellowship der Villa Aurora und dem Literaturpreis der Stadt Hannover. Derzeit promoviert er im Bereich der Arbeits- und Organisationssoziologie. 
Paula Reissig
Paula Reissig, geboren 1986 in Berlin, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste. 2006 lebte sie als Artist in Residence in Kapstadt, wo ihre Arbeiten im Artscape Theatre gezeigt wurden. Es folgten Ausstellungen im Goethe Institut New York und in Galerien in Berlin und Hildesheim. Premieren ihrer Filme fanden auf dem Literaturfestival PROSANOVA und auf dem Internet und Tacos Festival für Netzkultur statt. Seit 2014 ist sie freischaffend tätig und arbeitet für und mit diversen Kultur-Institutionen, wie den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Gare du Nord Basel, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe sowie für Berliner und Basler Spielstätten und Gruppen in der freien Theaterszene (Theater Roxy Birsfelden, Ballhaus Ost, Kaserne Basel, Sophiensaele). 2017 gründete sie das Basler Medientheaterkollektiv KANSAS, mit dem sie die immersive Videowalk-App INSITE Treibstoff für die Treibstoff Theatertage Basel realisierte. Außerdem ist sie Mitglied des v.a. in Berlin und Hamburg agierenden Performancekollektivs Frauen und Fiktion. Paula Reissig gestaltet 3D Welten, baut Computerspiele für die Theaterbühne, macht Filme und Fotografien und konzipiert digitale Vermittlungsformate. Dabei stehen oft das Medium selbst sowie die Grenzen medialer Formate im Mittelpunkt. 
von und mit
Ein Spiel von Paula Reissig. Mit den Stimmen von: Clara Ehrenwerth, Marie Kraja, Clara Minckwitz, Felix Scheer, Nicolas Schneider, Aishe Spalthoff, Jasper Tibbe. Musik, Sounddesign: Felix Scheer, Nicolas Schneider. Nach dem Roman von Juan S. Guse
Credits
Gefördert im Programm Reload. Stipendien für freie Gruppen der Kulturstiftung des Bundes. ON/LIVE ist eine Veranstaltung des FFT Düsseldorf in Kooperation mit dem Institut für Kunst und Kunsttheorie und dem Lehrstuhl Ästhetische Bildung der Universität zu Köln. Im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.