20:00 Uhr
27.09.2017

Mothers of Steel

Agata Siniarska, Mădălina Dan
Performance
FFT Düsseldorf, Juta, Kasernenstraße 6, 40213 Düsseldorf
in englischer Sprache, anschließend Publikumsgespräch
19€
11€ (erm.)

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Wann und warum weinen Menschen in der Öffentlichkeit? Sind sie überwältigt von ehrlichen Gefühlen? Oder weinen sie aus politischem Kalkül? Sind wir kulturell auf Ergriffenheit programmiert? Von wegen „Tränen lügen nicht“! In der Performance „Mothers of Steel“ blicken Agata Siniarska und Mădălina Dan aus einer dystopischen Zukunft zurück und beweinen ihre Erinnerungen an die hoffnungsvollen Aufbrüche nach der Wende, aufgeladene Ereignisse von nationaler Bedeutung und die Abgründe einer von Männern diktierten Geschichtsschreibung. Große Gefühle, Slapstick oder Ironie? Der Rest ist Heulen und Schluchzen.

 

Konzept, Performance: Madalina Dan, Agata Siniarska. Dramaturgische Assistenz: Mila Pavicevic, Siegmar Zacharias. Sound, Video, Grafikdesign: Diego Agulló. Eine Produktion der Art Stations Foundation von Grazyna Kulczyk in Koproduktion mit Konfrontacje Teatralne (Lublin), Fabrik Potsdam und Alfred ve Dvore (Prag).

 

Mădălina Dan studierte an der Hochschule für Choreografie in Bukarest und am Choreografie-Institut der Nationalen Universität für Theater und Film, wo sie ihren Master in Dramatik erhielt Außerdem studierte sie an der Hochschule für zeitgenössischen Tanz, Berlin. 2015 erhielt sie den CNDB Award für ihren Beitrag zur Entwicklung der zeitgenössischen Kunst in Rumänien. Ihre Arbeiten wurden in ganz Europa gezeigt. Zuletzt arbeitete sie mit Sergiu Matis, Agata Siniarska, Tahni Holt, Mihaela Dancs, Alexandra Pirici.

 

Agata Siniarskas Arbeiten sind Performances, Events, Lesungen, Videos und anderes. Sie hat verschiedene theatrale Formen probiert und Choreografie studiert, dennoch vernachlässigt sie nicht ihre Lust auf Sprache und Schrift, Film und Animation. Süchtig nach Fiktion, recherchiert sie zwischen Leben und Tod, indem sie sich selbst durch kulturelle Strukturen als Tools visueller Rhetorik in Szene setzt. Jedes Bild, angeregt durch die Energie tiefen theoretischen Zögerns, gestaltet sie mit Leidenschaft, oft nicht allein, sondern mit wunderbaren Abenteurern.