20:00 Uhr
02.11.2018
20:00 Uhr
03.11.2018

Museum of Lungs

Stacy Hardy, Nancy Mounir, Neo Muyanga, Laila Soliman
Performance
FFT Juta
In englischer Sprache
19€/11€ (erm.)

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Da ist Hardys luzide, zärtliche Sprache. Ihre zurückhaltende, so selbstverständlich wirkende Art, sehr Persönliches vor Publikum zu sagen. Da ist ihr Alter Ego, die auseinandernehmbare Puppe, die seltsame Distanz schafft. Da sind die Schattenspiele und die leise fliessende Musik, die «Museum of Lungs» zu einem theatralischen Kleinod machen.

BZ Basel über „Museum of Lungs“

 

„Museum of Lungs“ ist eine aufrichtige und dringliche Performance über Krankheit, Fragilität und Stärke in der Verletzlichkeit, die auf der persönlichen Geschichte der südafrikanischen Autorin, Aktivistin und Performerin Stacy Hardy basiert: Acht Jahre lang lebte sie mit einem undiagnostizierten Leiden, bis die Ärzte feststellten, dass sie an Tuberkulose erkrankt war. In der Regie von Laila Soliman erzählt Hardy ihre Geschichte im gesellschaftlich-historischen Kontext Südafrikas. Sie thematisiert den Körper in Bezug auf Rasse, Geschlecht und die systemische Gewalt von Gesundheits- und Politiksystemen. Zentrale Elemente bilden die Livemusik von den Musiker*innen Neo Muyanga und Nancy Mounir sowie eine von dem Basler Puppenbauer Marius Kob kreierte Doppelgänger-Puppe von Stacy Hardy.

 

 

Text & Performance: Stacy Hardy. Komposition & Live-Musik: Nancy Mounir, Neo Muyanga. Regie: Laila Soliman. Ausstattung: Moira Gilliéron. Puppe: Marius Kob. Art Work: Bassem Yousry. Lichtdesign: Mirjam Berger. Technik: Thomas Kohler, Mirjam Berger. Produktion&Tour: Franziska Schmidt, produktionsDOCK. Koproduktion: FFT Düsseldorf, Kaaitheater Brüssel, Kaserne Basel und dem HAU Berlin. Gefördert durch: Fachausschuss Tanz&Theater BS/BL, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Goethe-Institut Südafrika. Im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Partner: Eine Welt Forum Düsseldorf

 

Laila Soliman ist eine ägyptische Theaterregisseurin und Autorin, die in Kairo lebt und arbeitet. Ihre Arbeiten wurden hauptsächlich in Ägypten, Tunesien, im Libanon, Syrien und in Europa gezeigt. Zu ihren wichtigsten Arbeiten gehören u. a. „Spring Awakening in the Tuktuk“ (2010), „La Grande Maison“ (2015), „Zigzig“ (2016). Von ihr geschriebene Stücktexte wurden u. a. in Theater der Zeit veröffentlicht.

Stacy Hardy ist eine Schriftstellerin, Lehrerin und Forscherin aus Südafrika. Seit 2008 arbeitet sie als Forscherin, Redakteurin und zuletzt Mitherausgeberin des panafrikanischen Journals Chimurenga. Außerdem erlangte sie Bekanntheit durch diverse Kurzgeschichten und andere Publikationen in vielen Teilen der Welt. Sie arbeitet regelmäßig zusammen mit dem angolesischen Komponisten und Musiker Victor Gama an Multimedia Performances.

Nancy Mounir ist Multiinstrumentalistin, Musikarrangeurin und -produzentin. In 2005 stieß sie zu der ersten nur aus Frauen bestehenden Post Hardcore Metal Band in Ägypten hinzu. Sie nahm an Workshops mit den Grammy Award Gewinner*innen Fathi Salama, Kamilya Gubran, Alsa Elkashef, Mafdi Thabet und anderen teil. Des Weiteren performte sie an diversen lokalen Orten und auf internationalen Festivals, wie dem „Inferno music festival“ in Norwegen oder dem „Cornerstone Festival“ in den USA. Sie wirkte außerdem an Soundtracks zu diversen Filmen mit.

Neo Muyanga sang in seiner Jugend in örtlichen Chören und entdeckte in den frühen 1990er Jahren das Singen von Madrigalen für sich. Er ist der Mitbegründer des akustischen Soulduos BLK Sonshine und arbeitete bereits mit einer Reihe von Kultkünstlern, wie der Royal Shakespeare Company. Er komponiert Kammeropern und Musik für große und gemischte Ensemble. Dabei vermischt er traditionelle Musik der Basotho und Zulu mit Free Jazz und westlicher Barockmusik.