20:00 Uhr
07.12.2019
20:00 Uhr
06.12.2019

no apocalypse not now

Im Rahmen der internationalen Performance-Reihe „Eve of Destruction“
Ariel Efraim Ashbel and friends
Performance
FFT Kammerspiele
Sprache: ohne Sprache / Dauer: 90 Minuten
19€/11€ (erm.)

Ticket jetzt kaufen

Vor der Vorstellung am 6.12. gibt es um 19.30 Uhr einen Impulsvortrag: Dr. Anna Schürmer: Sublime Ästhetiken, nach der Vorstellung gibt es ein Publikumsgespräch.

Ein Trip ins Herz der Finsternis: Das Publikum taucht ein in eine Welt der Endzeitkulte und Verschwörungstheorien, die an Francis Ford Coppolas Film „Apocalypse Now“ (1979) und andere dystopische Szenarien erinnern. Düstere Zukunftsvisionen von Verwüstung, Sühne und Wiederauferstehung verraten viel über die anhaltende Krise des westlichen Humanismus. Ashbel and friends erhellen den Niedergang dieses Universalismus und reagieren darauf in ihrer Performance mit der Sehnsucht nach zweiten Chancen und immer neuen Anfängen. Die Arbeit lädt dazu ein, sich immer wieder zu verlieren und wiederzufinden, Freude ohne Nihilismus zu proklamieren, Optimismus ohne Konformität, und Spaß ohne Ironie.

 

Der israelische Regisseur Ariel Efraim Ashbel erarbeitet mit einer Gruppe internationaler Künstler*innen Performances als Utopien. Dabei mischen sie afrofuturistische Elemente mit queerer Travestie, Operngesang und Rock-Show hochmusikalisch, eklektizistisch und von digitaler Technologie inspiriert.

 

no apocalypse not now trägt den Titel eines Essays von Jacques Derrida aus dem Jahr 1985. Das Stück kam beim steirischen herbst in Graz zur Premiere und wird im FFT im Rahmen der internationalen Performance-Reihe Eve of Destruction präsentiert.


Bildgewaltig und dennoch subtil absurd schafft sein Team durch Licht, Rauch und manchmal nur ein besonders seltsames Element eine neue Welt am Abgrund. Doch Ashbels Geheimrezept sind die vier grandiosen Performer*innen Jessica Gadani, Cassie Augusta Jørgensen, Sarah Thom und Tatiana Saphir. Jede von ihnen bringt solch eine besondere Kraft auf die Bühne, die den Licht und Szenenbildern erst ihre eigenen Geschichten verleihen.

 

 iheartberlin


Ariel Efraim Ashbel (1982, Tel Aviv) ist ein in Berlin lebender Künstler und Performance-Macher. Er entwickelt ästhetische Inszenierungen, die ein breites Spektrum an historischen, politischen, theoretischen und popkulturellen Bezügen zusammenführen. Er arbeitet gemeinsam mit Freund*innen aus aller Welt, mit denen er durch Komposition und Sampling deren Wissen aus Theater, Bildender Kunst, Tanz, Musik und Installation in kreativen und wissenschaftlichen Prozessen interdisziplinärer Strukturbildung zusammenführt. Er ist Absolvent der School of Visual Theater Jerusalem, hat Philosophie an der Universität Tel Aviv studiert und an Projekten in verschiedenen Orten und Kontexten mitgewirkt, darunter HZT Berlin, die Berlin Biennale, Pornfilmfest, transmediale, HAU Hebbel am Ufer.

 

LESETIPP

Ariel Efraim Ashbel hat im Collective Chronical über seine Arbeit am Theater, sein Leben in Berlin als Migrant, seine Familie in Tel Aviv, Alt-right, Fakenews und andere mediale Geschehnisse geschrieben.


Regie: Ariel Efraim Ashbel. Konzeption: Romm Lewkowicz. Mit: Jessica Gadani, Saga Sigurðardóttir, Sarah Thom, Tatiana Saphir. Musik: Hacklander/Hatam. Featuring: Daphna Keenan. Bühne: Eli Petel. Kostümdesign: Sandra Fink. Licht: Joseph Wegmann. Dramaturgie: Petra Poelzl. Regieassistenz: Katharina Joy Book. Bühnenbildassistenz: Klara Mand. Presse: Wayra Schuebel. Produktions-Management: björn & björn. Produktion: Ariel Efraim Ashbel and friends. Kopoduktion: HAU Hebbel am Ufer, steirischer herbst (Graz), FFT Düsseldorf, Kampnagel Hamburg. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Im Rahmen der internationalen Performance-Reihe „Eve of Destruction” gefördert durch die Kunststiftung NRW. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

    


Internationale Performance-Reihe