20:00 Uhr
30.10.2020
20:00 Uhr
28.10.2020
20:00 Uhr
31.10.2020

ORACLE and SACRIFICE 1

oder die Evakuierung der Gegenwart // Im Rahmen der Koproduktionsreihe Who is speaking?
Claudia Bosse
Performance
FFT Juta
Dauer: 90 min und mehr // Sprache(n): Deutsch, Englisch, Französisch
19€/11€ erm.

Ticket jetzt kaufen

Vor der Vorstellung am 30.10. findet um 19 Uhr ein kurzer Vortrag Vom Zukunftswissen der Antike von Prof. Ulrike Haß statt.


Um Euch auch in Zeiten des Coronavirus einen sicheren und trotzdem schönen Besuch im FFT zu ermöglichen, sind veränderte Abläufe unserer Veranstaltungen und des Erwerbs von Eintrittskarten unumgänglich. Wir nehmen den Schutz unserer Gäste und unserer Mitarbeitenden sehr ernst. Daher gelten derzeit bei den unseren Veranstaltungen Hygieneregeln, über die wir uns viele Gedanken gemacht haben.

Mehr zu einem Besuch im FFT während des Coronavirus


Was wäre, wenn wir unsere Zukunft in unseren Organen tragen? Die Babylonier und Etrusker lasen die politische Zukunft aus den Eingeweiden getöteter Tiere. Lassen auch unsere Organe einen Blick auf kosmische Konstellationen und zukünftige Entscheidungen und Gemeinschaften zu? Als erstes Solo der Künstlerin und Regisseurin Claudia Bosse betastet ORACLE and SACRIFICE 1 das Innere und Äußere des Körpers und der Welt. Gemeinsam mit Kompliz*innen und Organen eröffnet die Performance einen Raum, in dem die Opfer, die Zukunft und die Identitäten gegenwärtiger Subjektivierung herausgefordert werden. Auf dem Spiel stehen nicht weniger als unsere Körper, unsere Organe, ihr Verhältnis zur Welt, totes Fleisch.


[…]ein Spiel mit Gegensätzen zeigt sich in Claudia Bosses neuester Solo-Performance auf verschiedensten Ebenen und in zahlreichen Formen. Kontraste sind oftmals sogar gleichzeitig präsent und zwingen uns in eine kompromisslose, intensive Gegenwärtigkeit. Während der 90-minütigen Performance können Zusehende Zeug*innen einer Gleichzeitigkeit von kindlicher Verspieltheit und lauernder Gefahr, von Verletzlichkeit und Gewalt(tät)igkeit sowie einem Spiel mit Zeitlichkeit werden.

zum ganzen Interview mit Claudia Bosse im Magazin les nouveaux riches 


In der internationalen Koproduktionsreihe Who is speaking? werden die Stimme und der Körper zum Ausgangspunkt für ein verändertes Verhältnis zwischen uns und der Welt. Künstler*innen wie Siegmar Zacharias, Neha Chriss, Eroca Nichols, Mithu Sanyal und Steve Heather, Iggy Lond Malmborg, Keren Levi und Claudia Bosse – arbeiten mit radikalen Körperpraktiken und bedienen sich verschiedener Methoden des Hackings, die die Macht dessen hinterfragen, was wir als „normal“ oder „natürlich“ empfinden. Sie erproben ungewöhnliche Formen der Zusammenarbeit, die nicht nur jede*n Einzelne*n verändern, sondern auch unsere zukünfitges Miteinander.

Mehr Stücke aus der Reihe


Claudia Bosse
Claudia Bosse (d/at) lebt in Wien und Berlin, ist Regisseurin, Choreografin, Künstlerin und leitet theatercombinat. ihre Arbeiten verhandeln Formen von Gewalt, Geschichte und konkrete Utopien. Als «Kunst einer temporären Gemeinschaft» versteht sie ihre raumgreifenden Choreografien, bei denen sie Mythen, Rituale, Texte und Dokumente mit Körpern, Sprache, Objekten und Chören zu raumspezifischen stücken verschränkt. Innerhalb und außerhalb Europas, in Museen, Architekturen, Theatern und Stadträumen entwickelt sie Arbeiten und Interventionen, oder unterrichtet, wie auch Gastprofessuren. Seit 2011 entstehen zudem installative Arbeiten in der Auseinandersetzung mit Archiven und Museumssammlungen.  Zuletzt the last ideal paradise in Jakarta, (wie auch bei der deutschen tanzplattform in Essen), thyestes brüder! kapital in Wien und Düsseldorf www.theatercombinat.com 
  

Credits
Konzept und Performance: Claudia Bosse. Kompliz*innen: Günther Auer, Claudia Bosse, Mun Wai Lee, Jonas Tonnhofer, Julia Zastava. Outside Eye: Fanti Baum, Philipp Gehmacher. Produktion: Dagmar Tröstler. Technische Leitung: Marco Tölzer. Fotografin Eva Würdinger. Eine Produktion von theatercombinat in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien und FFT Düsseldorf. Gefördert von Wien Kultur und vom österreichischen Bundesministerium für Kunst und Kultur. Gefördert im Rahmen der Koproduktionsreihe „Who is speaking?“ durch die Kunststiftung NRW.