19:30 Uhr
04.06.2020
18:00 Uhr
14.06.2020

Telefon-Kanon

Im Rahmen des Impulse Theater Festivals
She She Pop
Performance
online

30 Jahre Impulse – das ist eine Unmenge von Erinnerungen, die langsam zu verblassen drohen. She She Pop halten gemeinsam mit dem Publikum am Telefon dagegen.

 

Rufen Sie an und erinnern Sie sich an unvergessliche Momente TELEFON-KANON ist die Pandemie-Version von „Kanon“, der im November 2019 am HAU Hebbel am Ufer Premiere hatte und auf der großen Bühne erlebte Momente der darstellenden Künste aus der Erinnerung heraufbeschwört. Unter Einhaltung der Hygieneregeln wird aus der Show ein Service aus der Ferne, ein individuelles Telefongespräch.

 

Wer anruft, bekommt eine*n der Künstler*innen aus dem Cast von „Kanon“ ans Telefon und hört dann zunächst von einem unverzichtbaren Bühnen-Moment aus der Erinnerung. Mit lückenhaften Berichten beschwören die Telefonist*innen gemeinsam mit dem Publikum unvergessene Momente aus der Performance- und Festival-Geschichte wieder herauf und bilden erzählend einen Kanon − immer neu und zusammen mit der Person am anderen Ende der Leitung. Denn die Liste ist offen für eigene Erzählungen und Einträge in den Kanon. Und so entsteht ein flüchtiges, privates Archiv, von dem am Ende nur die Titel der erinnerten Aufführungen für die Öffentlichkeit erhalten bleiben.


Es funktioniert so:
1. Sie wählen Ihre bevorzugte Sprache.
2. Sie warten auf den richtigen Zeitpunkt. Diese Hotline ist im Viertelstunden-Takt geschaltet: um 19.30 Uhr / 19.45 Uhr / 20 Uhr usw.
3. Sie wählen eine der Nummern an und erreichen (mit etwas Glück) eine*n Mitarbeiter*in aus unserem Team. (Sie selbst bleiben anonym.)
4. Sie lassen sich von einem besonderen Theater- oder Performance-Moment erzählen, und
5. wenn Sie mögen, berichten Sie selbst von einer solchen Erinnerung. (Es genügen auch lose Fragmente und einzelne Bilder aus einem Abend.)
6. Die erzählten Erinnerungen werden in einer Liste notiert und auf dieser Seite veröffentlicht.
7. Fast alles, was nicht weitererzählt wird, wird vergessen.

 

Do 4.6., 19.30 — 21 Uhr

Deutsch:
0152.1085 9177
0177.252 1556
0177.252 1560
0177.252 1680
0152.1873 5871
0177.252 1487

Englisch:
0152.1784 1900
0152.1754 9145

Französisch:
0177.252 1680
0177.252 1487

Spanisch:
0152.1873 5871
0152.1754 9145

 

Mehr dazu auf impulsefestival.de


She She Pop
She She Pop ist ein Performancekollektiv, das in den 1990er-Jahren am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft gegründet wurde. Mitglieder sind Sebastian Bark, Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou und Berit Stumpf. Geschäftsführerin ist Elke Weber. Die Performer*innen verstehen sich als Autor*innen, Dramaturg*innen und Ausführende ihrer Bühnenhandlung. Das Einbeziehen der eigenen Biografie ist dabei vor allem Methode, nicht Zweck der Arbeit. Daraus entsteht eine Theaterform, die dem Experiment verpflichtet ist. She She Pop sehen ihre Aufgabe in der Suche nach den gesellschaftlichen Grenzen der Kommunikation und in deren gezielter und kunstvoller Überschreitung. Auch das Publikum erhält häufig eine konkrete Zuschreibung und eine besondere Funktion. Das HAU Hebbel am Ufer in Berlin ist seit 2003 kontinuierlicher Koproduzent und Kooperationspartner von She She Pop. 
Credits
Idee und Konzept: Tatiana Saphir & She She Pop. Mit: She She Pop und Gäste. PR, Kommunikation: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro. Freie Mitarbeit Kommunikation: Tina Ebert. Finanzadministration: Aminata Oelßner. Company Management: Elke Weber. Gastperformance: Antonia Baehr, Jean Chaize, Brigitte Cuvelier, Sean Patten, Daniel Belasco Rogers, Tatiana Saphir, Leicy Esperanza Valenzuela, Zelal Yesilyurt. Telefon-Kanon ist eine Produktion von She She Pop und HAU Hebbel am Ufer. Entstanden im Rahmen von #HAUonline (Mai 2020). Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Telefon-Kanon ging hervor aus Kanon, eine Produktion von She She Pop in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm, FFT Düsseldorf und Münchner Kammerspiele. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Hauptstadtkulturfonds Berlin.