22:00 Uhr
24.01.2020

What did you do with my text? What did you do with his?

Slavoj Žižek im Gespräch mit Felix Ensslin
Gespräch
FFT Juta
Achtung Zeitänderung!
10€/5€ (erm.)

Ticket jetzt kaufen

Wenn Sie in Berlin oder in Frankfurt in ein großes Theater gehen, schwingt immer die Frage mit: Welchen Einfluss wird eine bestimmte Arbeit auf unsere Finanzen haben, wird sie genug öffentliches Interesse finden? In kleineren Theatern herrscht eine viel größere Freiheit. (…) Diese bestimmte Ausbildung von Marginalität aber, im Schatten großer Nachbarn, ist fruchtbar für neue Dinge.
Slavoj Žižek 

 

Der Philosoph und Kulturkritiker Slavoj Žižek hat auf der Grundlage von Sophokles‘ Tragödie seine eigene Version der Antigone entwickelt: Die drei Leben der Antigone, ein Lehrstück und Theaterexperiment mit drei möglichen Enden, das lange als unspielbar galt. Felix Ensslin inszeniert es mit dem AGORA Theater und das FFT zeigt die Deutschlandpremiere. Der slowenische Meister-Denker kommt persönlich vorbei, damit wir ihn mit unseren Fragen löchern können.


Slavoj Žižek im Podcast bei Deutschlandfunk Kultur.


Slavoj Žižek
Slavoj Žižek ist Philosoph, Psychoanalytiker und Kulturkritiker. Er lehrt Philosophie an der Universität von Ljubljana in Slowenien und an der European Graduate School in Saas-Fee und ist derzeit International Director am Birkbeck Institute for the Humanities in London. Seine zahlreichen Bücher sind in über 20 Sprachen übersetzt. Er war jahrelang Herausgeber der Zeitschrift der slowenischen Lacan-Schule „Wo Es war“ und setzte sich unter anderem mit der Philosophie des Deutschen Idealismus, mit Hegel und mit Karl Marx auseinander, sowie mit zeitgenössischen Denkansätzen aus dem Bereich des Poststrukturalismus, der Medientheorie, des Feminismus und der Cultural Studies. In seinen über 20 Monographien bemüht er sich zunächst um eine lacanianische Lesart der Philosophie, der Populärkultur und in den letzten Jahren zunehmend der Politischen Theorie.

 

Felix Ensslin
Felix Ensslin ist Kurator, Theaterautor, Dramaturg, Regisseur, Hochschullehrer und Philosoph. Er arbeitete künstlerisch und kuratorisch u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe und an den Berliner Kunst-Werken. 2009 erschien bei Suhrkamp der Band „Notstandsgesetze von Deiner Hand. Briefe 1968/1969 von Gudrun Ensslin und Bernward Vesper“, der den Briefwechsel zwischen seiner Mutter und seinem Vater zwischen Januar 1968 und Mitte 1969 dokumentiert und zu dem Felix Ensslin eine Nachbemerkung beisteuerte. Seit 2009 ist er Theorieprofessor im neu geschaffenen Lehrstuhl für Ästhetik und Kunstvermittlung an der Kunstakademie Stuttgart. Der Schwerpunkt von Ensslins wissenschaftlicher Arbeit liegt auf der Untersuchung zeitgenössischer ästhetischer und philosophischer Diskurse und der psychoanalytischen Kulturtheorie.