Workshop mit Bojan Jablanovec von Via Negativa

Im Rahmen der internationalen Performance-Reihe Eve of Destruction

 

In Kooperation mit dem FFT lädt die slowenische Gruppe Via Negativa Praktiker*innen aus den Bereichen darstellende und bildende Kunst, Theater, Tanz und experimentelle Forschung ein, bei einem dreitägigen Workshop die künstlerische Praxis der Gruppe kennenzulernen. Das Via Negativa Performance Art Laboratory fragt, was Performer*innen auf der Bühne tun und warum sie es tun. Es folgt einer speziellen Methode der Selbstinszenierung. Hauptziel des Workshops ist es, den Teilnehmer*innen ihre kreativen Potenziale und Grenzen bewusst zu machen. Das Via Negativa Performance Art Laboratory unterrichtet keine Schauspieltechniken – die Teilnehmer verlassen sich auf ihre Vorstellungskraft, Intuition, Präsenz, Energie und Erfahrung. Die Teilnehmer*innen erforschen ihr eigenes Material, dessen performative Potenziale und entwickeln Präsentationsstrategien.

 

Arbeitsthema POWER

Die Teilnehmer*innen werden gebeten, Material rund um das Arbeitsthema POWER zur Präsentation im Workshop vorzubereiten. POWER arbeitet nach einfachen, grundlegenden und alten Prinzipien. Es ist eine ewige Faszination. Wie kämpfen wir in unserem täglichen Leben dagegen und dafür?

 

Als Individuen und als Gesellschaft leben wir in einem ständigen Verhältnis zur Macht, die uns alle zwingt, uns zu unterwerfen und in eine bestimmte Hierarchie von Beziehungen einzufügen: Staat, Recht, Wirtschaft, Religion, Bildung usw. Die Art und Weise, wie sich ein Individuum mit Machtstrukturen beschäftigt oder sich ihnen widersetzt, bestimmt und gestaltet unsere Persönlichkeiten, Identitäten, Standpunkte. Auf der anderen Seite haben wir das Bedürfnis, eine eigene Machtposition zu behaupten (oder zu negieren), um unsere Existenz und Identität zu etablieren und zu erhalten. Wir suchen nach Situationen, in denen wir uns stark fühlen und versuchen, Situationen zu vermeiden, in denen wir uns schwach fühlen. Es gibt eine Grundkraft, die wir als Lebenskraft bezeichnen könnten, die jedem gegeben wird. Die Kunst könnte auch ein Werkzeug der Macht sein, sie verstärkt die Persönlichkeit, sie macht den Einzelnen bedeutungsvoll und sie hat die Fähigkeit, etwas zu verstärken, das man auf den ersten Blick als machtlos wahrnehmen könnte. Und natürlich geht es auch um Machtmissbrauch – auf allen Ebenen unseres privaten und sozialen Lebens. Krieg ist die gewalttätigste und extremste Machtdemonstration, in der wir unsere Herrschaft über den anderen im Umfang von Lebens- und Todesentscheidungen beschleunigen. Geschichte könnte man als eine Geschichte über Macht lesen.

 

Alle Informationen zum Herunterladen als PDF in Deutsch und Englisch.

 

9.-11.11., 10-17 Uhr, FFT Juta

Arbeitssprache: Englisch

Teilnahme kostenlos. Anmeldung unter: info@fft-duesseldorf.de


Der Workshop wird im Rahmen der internationalen Performance-Reihe „Eve of Destruction“ gefördert durch die Kunststiftung NRW.