Internationalen Koproduktionsreihe

Weshalb meinen wir, unsere Stimme sei so einzigartig wie ein Fingerabdruck? Wer entscheidet, wer mundtot gemacht wird, und wer seine Stimme erheben darf?

 

In der internationalen Koproduktionsreihe Who is speaking? werden die Stimme und der Körper zum Ausgangspunkt für ein verändertes Verhältnis zwischen uns und der Welt. Künstler*innen aus Schweden, Kanada, Australien, Österreich, den Niederlanden und Deutschland loten neue Beziehungen zwischen Menschen und anderen Akteur*innen aus. Zugleich erproben sie ungewöhnliche Formen der Zusammenarbeit, die nicht nur jede*n Einzelne*n verändern, sondern auch ein anderes, ein zukünftiges Miteinander hervorbringen.

 

Siegmar Zacharias, Neha Chriss, Eroca Nichols, Mithu Sanyal und Steve Heather, Iggy Lond Malmborg, Keren Levi und Claudia Bosse – arbeiten mit radikalen Körperpraktiken und bedienen sich verschiedener Methoden des Hackings, die die Macht dessen hinterfragen, was wir als „normal“ oder „natürlich“ empfinden.  Die Reihe Who is speaking? erprobt neue Formen des Zusammen Seins im Theater. Das Publikum ist eingeladen, die eigene Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit neu zu entdecken. Damit führt das FFT nicht nur seine Arbeit an posthumanistischen, dekolonialen und queer-feministischen künstlerischen Strategien fort, sondern experimentiert auch aktiv mit einem sich wandelnden Theater in (post)pandemischen Zeiten.


Programm

Keren Levi

UNMUTE

Performance

 

Eine Drehung des Handgelenks – ein Gedicht. Der Körper beugt sich – fremdartige Lieder werden hörbar. Stimmen und Klänge – bedrohte und ausgestorbene Sprachen werden in einer eindrucksvollen Bühnenperformances von Tänzer*innen und Musiker*innen gemeinsam zum Leben erweckt, getriggert durch subtil eingesetzte Körper-Sensoren.

 

Fr 25. + Sa 26.9., 20 Uhr

 FFT Juta

 

 

Claudia Bosse

ORACLE and SACRIFICE 1 – Oder die Evakuierung der Gegenwart

 

Was wäre, wenn wir unsere Zukunft in unseren Organen tragen? Als erstes Solo der Künstlerin und Regisseurin Claudia Bosse betastet ORACLE and SACRIFICE 1 das Innere und Äußere des Körpers und der Welt. Gemeinsam mit Kompliz*innen und Organen eröffnet die Performance einen Raum, in dem die Opfer, die Zukunft und die Identitäten gegenwärtiger Subjektivierung herausgefordert werden.

 

Mi 28. + Fr 30. + Sa 31.10., 20 Uhr

FFT Juta


Gefördert durch die Kunststiftung NRW.